Von Weil am Rhein ins Elsass

Tischtennisspielerin Rahel Aschwanden wechselt auf die neue Saison hin aus dem Team von Weil am Rhein zum französischen Club Schiltigheim bei Strassburg. Am 23. April fliegt sie an die Weltmeisterschaft nach China.

Urs Huwyler
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Rahel Aschwanden wird nächste Saison bei Schiltigheim in Frankreich spielen. (Bild: Urs Huwyler)

Rahel Aschwanden wird nächste Saison bei Schiltigheim in Frankreich spielen. (Bild: Urs Huwyler)

BÜTSCHWIL. Dem Team aus Weil am Rhein mit Teamleaderin Rahel Aschwanden aus Bütschwil wird auch auf der Homepage von Swiss Table Tennis zum Aufstieg in die 2. Bundesliga gratuliert. Der Club dürfte nach Abschluss der Meisterschaft jedoch auf dem zweiten oder (eher) dritten Platz liegen.

Aber nur eine Mannschaft kann aufsteigen. «Die nach Verlustpunkten besser klassierten Vereine aus Langweid und Süssen wollen nicht in der 2. Liga spielen. Deshalb teilte der Verband Weil mit, der Aufstieg sei definitiv», erklärt die amtierende Schweizer Meisterin Rahel Aschwanden. Was die Teams in den letzten Partien für Resultate erzielen, spielt keine Rolle mehr.

Nach neuem Verein umgeschaut

Rahel Aschwanden hatte im Vorfeld betont, bei einem Nicht-Aufstieg werde sie Weil aus sportlichen Überlegungen verlassen.

Nachdem der Lift nach oben in Deutschland besetzt schien, schaute sie sich nach einem neuen Verein um – und fand mit Schiltigheim im Elsass einen französischen Wunschclub. Dadurch kann sie weiterhin als «Studentin» an der Werner Schlager Academy in Wien nach Basel-Mülhausen fliegen. Reisetechnisch ändert sich dadurch für die Profispielerin und Psychologie-Fernstudentin wenig.

Vertrag unterzeichnet

Die Meldung, Weil könne nach einem Entscheid am grünen Tisch 2015/16 in der 2. Bundesliga spielen, erreichte Tischtennisspielerin Rahel Aschwanden allerdings erst, als sie den Vertrag bei Schiltigheim bereits unterzeichnet hatte. Am Samstag war die Toggenburgerin beim letzten Spiel im Elsass dabei und stellte sich vor. «Meine Vorfreude auf den neuen Verein und das Umfeld ist gross. Es wird die erhoffte neue Herausforderung», ist die aktuelle Nummer 232 der Welt überzeugt.

Schiltigheim kann als Sieger der N1-Meisterschaft den Aufstieg in die Pro B (2. Liga) schaffen. Ob die vereinsinterne sportliche Steigerung bereits dieses Jahr gelingt, wird sich bei einem Relegationsspiel gegen Nîmes entscheiden. Auch bei einer Niederlage darf Rahel Aschwanden hoffen, künftig in Frankreichs NLB smashen zu können. Gerüchte lassen vermuten, dass sich auf der andern Seite des Rheins ebenfalls einzelne Clubs zurückziehen wollen.

Weltmeisterschaft in China

Nach dem Sieg mit Simone Spinicchia (It) am Obersee-Cup in Jona (je 8 Einzel-/2 Doppelpartien), wo die kampfstarke Frau wettkampfmässig auch Männern das Verteidigen lehrte, sowie den Gesprächen über ihre sportliche Zukunft bestreitet Rahel Aschwanden in den nächsten Tagen ein Turnier in Luxemburg (Titelverteidiger im Teambewerb). Am 23. April fliegt sie an die Weltmeisterschaft nach China.

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