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Von Vermissen zu Vermiesen

Brosmete
Noemi Oesch

Wer kennt sie nicht, die Freundschaftsbücher. Während der Primarschulzeit wurden sie erwartungsvoll hin- und hergereicht. Jeder Klassenkamerad, jede Lehrperson und alle Verwandten konnten sich darin verewigen. Als ich letztens bei meiner Cousine zu Besuch war, zückte sie ihr bereits loses Freundschaftsbuch hervor. Lachend bat sie mich, meinen Eintrag durchzulesen. Ich begann: Mein Name – Noemi, woher wir uns kennen – wir sind «Cusinen» und wohnten im selben Haus. Wir waren Nachbarn, bis meine Familie wegzog. In unserer Kindheit verbrachten wir jede freie Minute miteinander. So kam es, dass ich nach dem Umzug meine Cousine sehr vermisste. Kurz nach der Zügelaktion gab sie mir ihr Freundschaftsbuch und der obengenannte Eintrag entstand. Als ich die letzte Frage durchlas, lacht meine Cousine auf. Unter dem Punkt, was ich mir wünsche, antwortete ich als 8-jähriges Mädchen: Ich möchte zurück zu dir zügeln. Und ich «vermiese» dich. Nebst den vielen Rechtschreibfehlern hat mir jener die Worte im Mund verdreht. Ein Freundschaftsbuch zeigt auf ehrlichste Art und Weise die Gefühle von damals auf. Zu Hause kramte ich mein Eigenes hervor und vergnügte mich mit den Kinderwünschen und -träumen anderer.

Noemi Oesch

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