«Von uns wird man noch hören»

Der Verein Käsetage Toggenburg ist nach wie vor aktiv und will wieder vermehrt von sich reden machen. Mit der elften Hauptversammlung am Mittwochabend setzte man nicht nur ein Lebenszeichen, sondern konnte auch Erfolge feiern.

Nadine Rydzyk
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Käse schliesst nicht nur den Magen, sondern auf gluschtige Weise mit den prämierten Käsespezialitäten auch die Hauptversammlung des Vereins Käsetage Toggenburg. Die Arbeitsgruppe des Vereins (von links): Elisabeth Scherrer, Reto Meile, Moreno Grisendi, Hans Stadelmann, Walter Räss sowie Niklaus Stadelmann. (Bild: Thomas Geissler)

Käse schliesst nicht nur den Magen, sondern auf gluschtige Weise mit den prämierten Käsespezialitäten auch die Hauptversammlung des Vereins Käsetage Toggenburg. Die Arbeitsgruppe des Vereins (von links): Elisabeth Scherrer, Reto Meile, Moreno Grisendi, Hans Stadelmann, Walter Räss sowie Niklaus Stadelmann. (Bild: Thomas Geissler)

TOGGENBURG. 2013 war ein eher ruhiges Jahr für den Verein Käsetage Toggenburg, wie Präsident Niklaus Stadelmann zur Hauptversammlung resümieren konnte. Als Vertreter des Vereins beim Wurst-Chäs-Fäscht hatte er selbst allerdings durchaus mehr zu tun, was seine Vereinskollegen im Verlauf der Versammlung mehrfach honorierten, doch war es um den Verein selbst ruhig bestellt. Zudem waren im Zusammenhang mit dem Wurst-Chäs-Fäscht Stimmen laut geworden, dass es den Verein Käsetage Toggenburg nicht mehr gäbe, sprach Niklaus Stadelmann an. «Das können wir mit der heutigen Hauptversammlung klar widerlegen», bezog er Position. «Wir sind einfach Mitglied beim Verein Wurst-Chäs-Fäscht.»

Schmackhafte Erfolge

Generell konnte er zum Fest aber ein positives Résumé ziehen und sich am Erfolg der Veranstaltung erfreuen. «Je mehr Leute sich für den Käse einsetzen, umso besser ist es», hielt er fest. Ganz im Sinne des Engagements und der Werbung für die lokalen Milchprodukte wurden im vergangenen Jahr weitere Meilensteine gesetzt. So durfte die Versammlung zum Anlass genommen werden, die Erfolge der Vereinsmitglieder beim fünften Schweizer Wettbewerb der Regionalprodukte in Delémont zu feiern. Im vergangenen September wurde hier der Toggenburger Rustico von Hans Stadelmann, Käserei Stadelmann AG, mit der Goldmedaille ausgezeichnet. Die Käserei Stofel AG aus Unterwasser konnte gleich zwei Silbermedaillen für ihren Försterkäse und Selun mit nach Hause nehmen und erhielt noch eine Bronzemedaille für ihren Holzerfladen. Hans Stadelmann konnte sich zudem noch über Bronze für seinen Toggenburger Lust surchoix und Toggenburger Lust Chnobli freuen. Insgesamt wurden in Delémont rund 50 Auszeichnungen für Käse verliehen. Dass allerdings dabei auch zwei Bloderchäs-Varianten von der Jury als ungeniessbar eingestuft wurden, erregte Unmut. Dies vor allem, weil man von einer Jury erwartet, dass sie sich mit den spezifischen Eigenarten eines Produktes auseinandersetzt und diese unabhängig von den eigenen Vorlieben und gemäss den festgelegten Kriterien zu bewerten verstehen solle.

«Wir haben viele Ideen»

Die sechs anwesenden Vereinsmitglieder jedenfalls konnten Einigkeit demonstrieren, als es um die ordentlichen Geschäfte der Versammlung ging, gab es hier doch auch keinen Stein des Anstosses. So konnte nach dem Rücktritt von Sepp Koller in der Geschäftsprüfungskommission in Reto Güntensperger aus Bütschwil einstimmig ein neuer Revisor gewählt werden. Die Beiträge für die 40 zahlenden Mitglieder wurden bei 50 Franken für natürliche Personen und 100 Franken für juristische Personen unverändert belassen.

Finanzchef Moreno Grisendi konnte eine positive Jahresrechnung präsentieren, die mit einem Gewinn von rund 3100 Franken schloss. «Wir mussten die rund 2000 Franken, die wir für Anlässe budgetiert hatten, nicht ausgeben. Das soll sich aber für dieses Jahr ändern», stellte er in Aussicht. Und auch Elisabeth Scherrer, im Verein für das Sekretariat zuständig, machte Appetit auf das, was noch kommen soll: «Wir haben viele Ideen. Von uns wird man noch hören.» Und dies wohl nicht nur im Zusammenhang mit dem Swiss Chees Award, der im Oktober in Rapperswil-Jona vergeben werden wird.

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