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Von Frauen für Frauen in Nesslau

NESSLAU. Die Verantwortlichen der Katholischen Frauen- und Müttergemeinschaft sowie des Frauenvereins Neu St. Johann präsentierten am Dienstagabend ihren Mitgliedern, wie sie sich einen Verein für die Zukunft vorstellen. Am 3. April soll die Gründungsversammlung sein.
Christiana Sutter
Die Verantwortlichen beider Frauenvereine haben sich seit Mai 2013 mit der Bildung eines neuen Vereins befasst. (Hinten von links) Silvia Künzli, Claudia Zäch, Heidi Wespi, Silvia Hauri, Monika Stadelmann, Anita Schmid, Monika Scherrer. (Vorne von links) Theres Kuratli, Sonja van Winden, Doris Güttinger, Sandra Hager, Jasmin Wick. (Bild: Christiana Sutter)

Die Verantwortlichen beider Frauenvereine haben sich seit Mai 2013 mit der Bildung eines neuen Vereins befasst. (Hinten von links) Silvia Künzli, Claudia Zäch, Heidi Wespi, Silvia Hauri, Monika Stadelmann, Anita Schmid, Monika Scherrer. (Vorne von links) Theres Kuratli, Sonja van Winden, Doris Güttinger, Sandra Hager, Jasmin Wick. (Bild: Christiana Sutter)

Gespannt sassen rund 50 Frauen des Frauenvereins und der Katholischen Frauen- und Müttergemeinschaft Neu St. Johann am Dienstagabend im Saal des Restaurants Sternen in Nesslau. Der Grund ihrer Anwesenheit war ein Informationsabend über neue Strukturen und Änderungen im Verein bei einer möglichen Fusion. Sonja van Winden aus Neu St. Johann moderierte diesen Abend und stellte den Anwesenden mittels einer Präsentation vor, was das Evaluationsteam seit Mai 2013 für die Gründung eines neuen Frauenvereins erarbeitet hat.

Viele Gemeinsamkeiten

Dass sich in beiden Vereinen Aufgaben und Anlässe überschneiden, ist eine Tatsache. Seit längerer Zeit stellen die Verantwortlichen auch fest, dass immer weniger Frauen an Vereinsanlässen teilnehmen. Sonja van Winden wirft die Frage in die Runde: Sind wir noch zeitgemäss? Mit einer Idee gibt sie sich gleich selber eine Antwort. «Wie wäre es, wenn wir uns einmal im Monat in der Brauerei für ein gemütliches Bier treffen.» Ein allgemeines Raunen mit Schmunzeln geht durch die Reihen der Frauen. Gründe, die für eine Fusion sprechen sind auch, dass sich Aufgaben und Anlässe in vielen Bereichen der beiden Vereine überschneiden. Beispielsweise Krankenbesuche oder Besuche in Alters- und Pflegeheimen. Wobei noch weitere Gemeinsamkeiten festzustellen sind.

Altbewährtes und Neues

Sonja van Winden erklärt weiter, was sich die Verantwortlichen beider Vereine in den letzten Monaten überlegt und ausgearbeitet haben. «Wir sind schon sehr weit, es fehlen nur noch ein paar Vorstandsmitglieder.» Das ist umso erstaunlicher, weil sich die Frauen zu Beginn der Evaluierung einer neuen Struktur etwas schwergetan haben, wie Sonja van Winden zugibt. Ganz stolz präsentiert sie den neuen Namen und ein neues Logo. «Der Verein wird <Frauen Nesslau> heissen.» Das Logo zeigt regenbogenfarbige Hände, angeordnet in einem Kreis. Anhand eines Organigramms zeigt sie die mögliche Struktur auf. Nebst einer Präsidentin, einer Kassierin und einer Aktuarin sollen fünf Ressorts gebildet werden. Diese befassen sich mit Aufgaben in der Familie, im sozialen Bereich, der Kirche, mit Spass und Kreativität sowie einem Ressort für Dienstleistungen und Interna. Bei der Erstellung dieser Ressorts war es den Verantwortlichen sehr wichtig, dass für die Katholiken der Bereich Kirche, wie bis anhin gewohnt in der Katholischen Frauen- und Müttergemeinschaft, weitergeführt wird. «Dafür wurde ein spezielles Reglement ausgearbeitet», sagt die Moderatorin.

Zu den einzelnen Ressorts zeigt Sonja van Winden auf, was darin verpackt sein wird. Im Ressort Kirche werden die Monatsmessen mit anschliessendem Feiern oder anderen gesellschaftlichen Anlässen weitergeführt. Schlitteln, Kasperlitheater und auch der Sidwalder Samichlaus sind integriert im Ressort Familie. Je nach Jahreszeit können Bastelkurse im Bereich Kreativität angeboten werden. Auch der monatliche Brauereitreff gehört in diese Sparte. Das Ressort Soziales befasst sich mit Aufgaben im Bereich Besuche, Themen-Nachmittage, dem Babysitter-Wesen und als Neuerung die Baby-Post. Diese soll schliesslich auch Mitgliederwerbung sein. «Wir können uns vorstellen, Müttern, die gerade ein Baby geboren haben, ein <Nuscheli> von unserem Verein zu schicken», sagt Sonja van Winden. Dies mache natürlich nur Sinn, wenn nach einiger Zeit bei den Müttern nachgefragt werde. Der Bereich Dienstleistungen beinhaltet beispielsweise das Führen einer Homepage, Medienberichte, die Erstellung des Jahresprogramms und weitere administrative Tätigkeiten.

Gesinnungsneutraler Verein

Natürlich waren an diesem Infoanlass auch die Finanzen ein Thema. Auf einer weiteren Folie zeigt Sonja van Winden auf, wie sich das Budget für das erste Jahr des neuen Vereins zusammenstellt. «Im ersten Jahr beträgt das Budget rund 10 000 Franken.» Diese Frauen arbeiten zwar auf ehrenamtlicher Basis, aber die zahlreichen Aktivitäten müssen finanziert werden. Auch werden diversen lokalen Institutionen Beiträge gezahlt, und dem Schweizerischen Katholischen Frauenbund wird jährlich ein Betrag von rund 1750 Franken bezahlt. «Da tendieren wir eher auf eine Spende», sagt Sonja van Winden. Das Evaluationsteam kann sich daher vorstellen, den Mitgliederbeitrag auf 20 Franken zu erhöhen.

Auch neue Statuten konnte die Moderatorin bereits vorweisen. Diese wurden so verfasst, dass die Anliegen beider noch bestehender Vereine mit einbezogen wurden. Darin wird klar ausgewiesen, welchen Sinn und Zweck der neue Verein verfolgt: Er ist ein Zusammenschluss von Frauen, die ihre Verantwortung und ihre spezifischen Aufgaben in Gesellschaft, Staat, Kirche und Familie zu erfüllen suchen und dabei besonders Frauen-Interessen vertreten. «Wichtig ist uns auch, dass der Verein gesinnungsneutral ist», sagt Sonja van Winden. Weiter vertritt der Verein seine Interessen und die seiner Mitglieder. Er übernimmt die Wahrnehmung sozialer und caritativer Aufgaben und fördert die Pflege der Gemeinschaft, sowie der Solidarität unter Frauen und will mit Gremien und Institutionen in Gemeinde und Region zusammenarbeiten.

Zeitplan bis zur Fusion

Zum Schluss erläutert die Moderatorin den weiteren Zeitplan. Am 11. Februar ist die Hauptversammlung der Katholischen Frauen- und Müttergemeinschaft. Die Frauen des Frauenvereins können sich den 4. März in ihrer Agenda notieren. In beiden Vereinen wird über eine Fusion abgestimmt. Ist der Entscheid an der Versammlung der Katholischen Frauen- und Müttergemeinschaft positiv, wird dieser unter Vorbehalt behandelt. Erst nach einem positiven Resultat an der Hauptversammlung des Frauenvereins wird die Gründungsversammlung des Vereins «Frauen Nesslau» am 3. April aktuell. Aber bereits jetzt stellen die Verantwortlichen beider Vereine fest, dass die Stimmung positiv ist. «Dieser Verein ist von Frauen für Frauen, und wir sind offen für eine gemeinsame Zukunft», sagte eine Votantin zum Schluss.

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