Von Eiern und Vulkanen

Der Verein Startfeld lud zum Anlass «Startfeld Live». Zahlreiche Unternehmer fanden sich auf dem Rütihof in Haslen ein. Ziel der Veranstaltung war der regionale Ideenaustausch.

Kevin Beining
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Setzen sich für die Start-ups rund um den Säntis ein: Peter Frischknecht, Andrea Geiser, Regula Fraefel und Jman Nahvi. (Bild: keb)

Setzen sich für die Start-ups rund um den Säntis ein: Peter Frischknecht, Andrea Geiser, Regula Fraefel und Jman Nahvi. (Bild: keb)

HASLEN. Wenn sich die einen langsam dem Feierabendverkehr widmen, gehen andere zum «Networken» auf Bauernhöfe. So beispielsweise die 35 Unternehmer, welche vom Verein Startfeld auf den Rütihof eingeladen wurden. Zu sehen gab es den Betrieb des grössten Eierproduzenten in der Region. Ausserdem stellte sich ein innovatives Start-Up aus Appenzell vor.

Ebenfalls anwesend waren zwei Vertreter des Kantons: Landammann Daniel Fässler und Markus Walt, Leiter des Amtes für Wirtschaft.

Freilandhühner und Solarpanels

«Viele der hier Anwesenden kennen meinen Hof. Entweder arbeiteten sie selbst in den Ferien bei mir, oder aber ihre Kinder», eröffnete Rolf Inauen den Abend. Der Landwirt hat sich auf die Produktion von Eiern spezialisiert. Damit die Eier den hohen Qualitätsstandards der Detailhändler gerecht werden, sind hohe Investitionen nötig. «Wir müssen in meinem Geschäftsfeld dem Markt gerecht werden», so Inauen. Daneben gewinnt er mit Solarpanels Strom für 50 Haushalte. Doch nicht nur Solarstrom und Eier sind Inauens Geschäftsfelder. Seine neuste Errungenschaft ist ein Gerät, das Hennenschädlingen den Garaus macht. Rolf Inauen entwickelte die Apparatur in Kooperation mit einem Ingenieur. Das innovative Gerät wirkt über die Aussendung elektromagnetischer Strahlung.

Mit Lavasteinen in die Zukunft

Nach der Betriebsbesichtigung des Rütihofs stellte sich ein zweites innerrhodisches Unternehmen vor. Die Firma Lava Concept handelt mit einem speziellen Werkstoff: kleine Lavasteine. Dieses Rohmaterial soll, laut Teilhaber Ralf Wiesler, für verschiedene Anwendungen taugen. «Die Besonderheit ist, dass das Vulkanit Wärme speichert», sagt Ralf Wiesler. So sollen mit dem Werkstoff Böden belegt und Fassaden verkleidet werden.

Am Schluss wurde zum Apéro geladen: für viele der Höhepunkt des Abends. «Networking» nennt sich dies in der Unternehmersprache. Für das Startfeld-Team ein zentraler Teil des Anlasses. «Wir von Startfeld helfen nicht nur Jungunternehmern beim Gründen, sondern wollen durch die Anlässe auch ein breites Vernetzen lokaler Unternehmer ermöglichen», betont Peter Frischknecht. Zentrale Mission des Vereins ist aber, laut dem Geschäftsführer, die Betreuung von Start-Ups. «Wir sind eine Anlaufstelle für alle Leute, die ihre Ideen in ein Geschäft verwandeln wollen», sagt er.