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Von Batzen, Kreuzern und Hellern

Lichtensteig Ein Franken entspricht – das weiss jedes Kind – hundert Rappen. Vor 250 Jahren jedoch war Münzrechnen komplizierter. Das ist an einer Führung durch das Toggenburger Museum in Lichtensteig zu erfahren. «Schuemächerli, Schuemächerli. Was choschtet mini Schue?», sangen die Kinder früher talauf, talab. Und setzten dann ihr Liedlein fort: «Drü Bätzeli, drü Bätzeli, und d’ Nägeli dezue.» Tatsächlich war der Batzen im Toggenburg vor 250 Jahren weit verbreitet. Es kursierten Geldstücke der Fürtstabtei oder der Stadt St. Gallen. Später kamen die Münzen des Kantons dazu. Abgesehen vom goldenen Dukaten waren zu jener Zeit nur Gulden und Taler wertvoller. Einen geringeren Wert hatten Kreuzer, Pfennig und Heller. So einfach das Rechnen mit Franken und Rappen in der Hunderterteilung heute geht, so schwierig war es damals. Ein Gulden entsprach sechzig Kreuzern und ein Batzen war sechzehn Pfennig wert.

Weiss man jetzt noch, dass für fünf Eier auf dem Markt von Lichtensteig zwei Batzen verlangt wurden, dann versteht man, warum im Kinderlied auf die Reparatur der Schuhe für drei Batzen verzichtet wird. «Das isch mer wärli z’ tüür. Da lauf-i lieber barfuess durs Wasser und durs Füür!»

Bankkaufmann führt durch «Geld und Gut»

Mehr zur Münzenvielfalt des Thur- und Neckertals erfahren Interessierte anlässlich der Saisoneröffnung im Toggenburger Museum. In seiner Führung «Geld und Gut» stellt der Lichtensteiger Bankkaufmann René Stäheli Exponate aus der Dauerausstellung ins rechte ökonomische Licht: «Wir alle kennen den Batzen, beispielsweise den Götti- oder Weihnachtsbatzen», sagt Museumsmitarbeiter René Stäheli. «Aber in welchem Verhältnis die Münzen zueinander standen, was waren sie damals wert und was heute? Darüber werde ich mit den Besuchern an meiner Führung sprechen.» (pd)

Hinweis Öffnungszeiten des Museums: 1. April bis 28. Oktober, jeweils samstags und sonntags von 13 bis 17 Uhr. Führung «Geld und Gut», René Stäheli, am Samstag, 7. April, um 14.15 Uhr.

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