Vom Fahren mit einem Smart

SPEERSPITZ Ich mag Autofahren. Seit meiner bestandenen Autoprüfung vor etwas mehr als einem halben Jahr nutze ich jede mir gegebene Gelegenheit dazu aus.

Raffaela Arnold
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Bild: Raffaela Arnold

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SPEERSPITZ

Ich mag Autofahren. Seit meiner bestandenen Autoprüfung vor etwas mehr als einem halben Jahr nutze ich jede mir gegebene Gelegenheit dazu aus. Sei dies, um die angetrunkenen und fahruntüchtigen Freunde sicher nach Hause zu bringen, den Bruder von einer Pfadi-Veranstaltung abzuholen – oder während der Arbeit an den Ort zu gelangen, wo mein Interviewpartner auf mich wartet. Letzteres jedoch machte ich immer mit einer Prise Unmut. Dies lag keineswegs am Interviewpartner, sondern an unserem Geschäftsauto: einem Smart Fortwo Coupé, der seit 2004 ein treuer Begleiter aller Journalisten der Toggenburg Medien AG ist, die nicht den Luxus haben, mit einem eigenen Auto zu Terminen fahren zu können. Denn als Luxus kann man das Fahren dieses Wägelchens wirklich nicht bezeichnen. Bei jeder noch so kleinen Bodenwelle oder Schwelle hüpft der Zweiplätzer derart auf und ab, dass man sich entweder wegen eines Schleudertraumas ins Spital einliefern lassen müsste, oder aber man fühlt sich wie auf einer Achterbahn und muss so sehr lachen, dass man das Schalten vergisst. Dies muss man nämlich selber machen; ein kleines Plus und Minus auf dem Schaltknüppel weisen darauf hin, dass das Auto eben nur ein Halbautomat ist. Das heisst, keine Kupplung, aber selber Schalten. Anfangs fand ich es noch lustig. Besonders, als ich herausfand, wie das Radio zu bedienen ist, hatte ich meinen Spass daran, mit lauter Musik durch die Gegend zu fahren. Spätestens dann aber, wenn man bei jeder Kurve und vor jeder Schwelle abbremsen muss, um nicht gleich abzuheben oder die Kurve nicht zu verpassen – vom schlechten Einschlag fange ich jetzt gar nicht erst an – und man deshalb viel länger für eine Strecke braucht, als es Google Maps prophezeit hat, wünscht man sich, ein normales Auto mit Kupplung, normaler Gangschaltung und etwas mehr Federung fahren zu können.

Mit meiner Meinung bin ich auf der Redaktion in bester Gesellschaft. Wie oft war dieser Smart schon Thema unserer Diskussionen und wie oft haben wir uns schon darüber gefreut, dass der Antrag, ein neues Auto zu bekommen, angenommen wurde.

Ich kann mich aber nicht nur beschweren. Dass man mit diesem Smart sicher jederzeit überall einen Parkplatz findet und Benzin gespart wird, weil niemand allzu oft mit ihm fahren will, sind auf jeden Fall überzeugende Vorteile.

@toggenburgmedien.ch