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SC Herisau mit munterer Torfolge vom 3:0 über ein 3:3 zum 6:3

Erstligist SC Herisau ist am Mittwoch mit mehr Linien gefährlich als der Gast SC Rheintal. Die Ausserrhoder treten allerdings unkonstant auf und wählen beim verdienten Derbysieg einen besonderen Weg. 
Lukas Pfiffner
Viel Betrieb im Mitteldrittel vor Herisaus Tor: Goalie Marc Klingler lenkt den Puck über das Gehäuse ab. (Bild: Mea Mc Ghee)

Viel Betrieb im Mitteldrittel vor Herisaus Tor: Goalie Marc Klingler lenkt den Puck über das Gehäuse ab. (Bild: Mea Mc Ghee)

Der Trainer habe in der zweiten Pause nicht laut werden müssen, sagte Herisaus Verteidiger Alexander Jeitziner nach dem Spiel gegen Rheintal. «Wir haben alle selber gewusst, dass wir wieder zulegen mussten.» Tatsächlich hatte das Team von Markus Rechsteiner nach der Hälfte stark nachgelassen. Aus einem 3:0 wurde ein 3:3. Dabei gab es durchaus warnende Vorzeichen: Rheintal verzeichnete schon bald gleich viele Chancen wie die Gastgeber, und der stark spielende Torhüter Klingler wurde einige Male herausgefordert. Man sei wohl davon ausgegangen, die Rheintaler «würden nicht mehr an eine Wende glauben», meinte Jeitziner, mit fünf Toren und neun Assists aktueller Topskorer der Ausserrhoder.

Sechs verschiedene Torschützen

Dass sich der SCH im dritten Drittel tatsächlich steigern konnte, war ein nicht selbstverständliches Reifezeugnis. Der Sieg war über 60 Minuten gesehen verdient. Für Herisau trafen sechs Spieler. Das Team bewies ein weiteres Mal, breiter abgestützt zu sein als früher. Dagegen musste Rheintals Trainer Roger Nater konstatieren, dass man von wenigen Leuten abhängig sei, die Tore schiessen können. «Kurzfristig gibt es da vielleicht jeweils eine Lösung, auf die Dauer ist das aber schwierig.»

Gäste forcieren die Paradespieler

Nater forcierte Claudio und Renato Engler, Holenstein und Ströhle, die manche schöne und schnelle Kombination zeigten und zwischen der 33. und 37. Minute den Ausgleich produzierten. Aber unter dem Strich blieb dem Rheintaler Coach die Feststellung, dass seine Mannschaft oft vielleicht 50 Minuten ordentlich spiele, fünf Minuten lang brillant und fünf Minuten ganz schwach. Für den 1.-Liga-Aufsteiger brachte der Mittwoch die achte Niederlage in Folge. Der nun elftplatzierte SC Rheintal wird sich auf den Ligaerhalt konzentrieren müssen und darauf, Mannschaften wie Reinach und Argovia hinter sich zu lassen.

Für den SCH war der November ein goldener Monat – er hat seit dem 31. Oktober in sechs Partien immer gepunktet, sechs der vergangenen neun Spiele gewonnen und nun einen Abstand von elf Zählern auf die Nicht-Playoff-Zone gelegt. Dass man in der Aussensicht gegen Frauenfeld, Arosa oder Wetzikon Aussenseiter und nun gegen Rheintal Favorit gewesen sei, versuche man auszublenden, so gut es gehe, sagte Jeitziner. «Wir nehmen jedes Spiel einzeln.» Morgen Samstag trifft Herisau aufwärts auf Prättigau.

Beide Teams mit starkem Powerplay

Bemerkenswert war am Mittwoch die Powerplaybilanz beider Teams. Die Gäste nützten zwei von vier Ausserrhoder Strafen, Herisau wies mit drei Toren bei drei Strafen sogar eine Quote von 100 Prozent auf. «Das kann nicht immer so sein. Aber ich glaube, unsere Spieler haben nun die Rollen im Überzahlspiel gefunden», meinte Jeitziner. Das Derby wurde fair geführt, Emotionen kamen erst spät auf. Etwa, als die Gäste in der 55. Minute gefühlte zehn Sekunden lang mit sechs Feldspielern verteidigten oder kurz darauf der fünfte Herisauer Treffer durch den nachstochernden Holdener gültig war, obwohl das Tor wohl schon leicht verschoben gewesen war.

Telegramm

Herisau – Rheintal 6:3 (2:0, 1:3, 3:0)
Sportzentrum – 357 Zuschauer – Sr. Hungerbühler, Kaufmann/Weiss.
Tore: 5. Pace (Popp, Speranzino, Ausschluss Grabher) 1:0. 11. Jeitziner (Speranzino, Popp) 2:0. 27. Gartmann (Rotzinger, T. Koller, Ausschluss Gschliffner) 3:0. 33. (31:53) R. Engler (Holenstein, Ströhle) 3:1. 34. (33:42) Ströhle (R. Engler, Holenstein, Ausschluss Inauen) 3:2. 37. Holenstein (R. Engler, C. Engler, Ausschluss M. Koller) 3:3. 53. Aerni (T. Koller, Jeitziner, Ausschluss C. Engler) 4:3. 57. (56:45) Holdener (Jeitziner) 5:3. 58. (57:13) Rotzinger (Grau) 6:3.
Herisau: Klingler; Hofstetter, Jeitziner; M. Koller, Homberger; Olbrecht, Bleiker; Studerus; Bommeli, T. Koller, Gartmann; Popp, Pace, Speranzino; Aerni, Rotzinger, Grau; Inauen, Hausammann, Holdener.
Rheintal: Metzler; C. Engler, Gschliffner; Berweger, Bodemann; Sabanovic, Manser; Ströhle, Bartholet, R. Engler; Binder, Holenstein, Pfeiffer; Grabher, Monstein, Lanz; Stieger, Kuster, Stoop.
Strafen: Herisau 4-mal 2 Minuten, Rheintal 3-mal 2 Minuten.
Bemerkungen: 11. Time-out Rheintal. 30. Pfostenschuss T. Koller.

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