VOLLEYBALL: Erste Niederlage und einige Sorgen

Die Verletzungshexe hat die perfekte Vorrunde der Appenzeller Bären verhindert. Die Zweitligisten um Spielertrainer Sascha Messmer bleiben Leader, stehen aber im neuen Jahr vor personellen Herausforderungen.

Thomas Migge
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Marc Messmer, hier bei der Ballannahme, verletzte sich im letzten Vorrundenspiel. (Bild: PD)

Marc Messmer, hier bei der Ballannahme, verletzte sich im letzten Vorrundenspiel. (Bild: PD)

Thomas Migge

redaktion@appenzellerzeitung.ch

Für die Zweitligisten der Appenzeller Bären stand am Dienstag das letzte Vorrundenspiel und gleichzeitig die letzte Partie in diesem Jahr an. Krankheitsbedingt musste Spielertrainer Sascha Messmer auf zwei Kräfte verzichten, was das Kader auf ein Minimum reduzierte.

Das Heimteam startete verhalten in den ersten Satz. Die Gäste aus Bütschwil konnten sich rasch einen Dreipunktevorsprung erspielen. Die Appenzeller Bären mussten reagieren und taten dies auch. Der Rückstand wurde wettgemacht, doch dann packte die Verletzungshexe beim Stand von 6:7 aus Sicht der Appenzeller zu. Marco Zehnder verletzte sich am Fuss und musste ausgewechselt werden. Das darauffolgende Tief konnten die Innerrhoder bis zum Satzende nicht überwunden, und so verloren die Bären den ersten Satz mit 22:25.

Ein Kampf auf Augenhöhe

Im zweiten Abschnitt konnten sich die Bären auffangen und mit den Gästen aus Bütschwil mithalten. Es war ein Kampf auf Augenhöhe. Zeitweise wurde die Partie von Eigenfehlern dominiert. Da die Fehler auf beiden Seiten passierten, konnte sich keine Mannschaft entscheidend absetzen. In der Schlussphase hatte das Heimteam den längeren Atem und entschied den zweiten Satz mit 25:22 für sich. Unverändert zeigte sich das Bild im dritten Satz. Aufgrund mangelnder Konstanz beider Teams gestaltete sich das Spielgeschehen ausgeglichen. Im entscheidenden Moment waren es wiederum die Appenzeller, welche die wichtigen Punkte erspielten und so den dritten Satz mit 25:23 für sich entschieden. Es sah so aus, als könnten die Appenzeller Bären mit dem Punktemaximum in die Weihnachtspause gehen. Denn im vierten Satz waren es stets die Gastgeber, welche die Nase um zwei bis drei Punkte vorne hatten. Die Bütschwiler schafften aber den Ausgleich zum Stand von 19:19, als die Verletzungshexe zum zweiten Mal zuschlug: Auch Marc Messmer musste mit einer Fussverletzung vom Feld und die Appenzeller hatten keinen Ersatzspieler mehr auf der Bank. So musste das Spiel abgebrochen werden und die Bütschwiler kamen zu einem 3:2 Sieg über die Appenzeller Bären.

Dieses unglückliche Ende der Vorrunde muss zuerst einmal verarbeitet werden, bevor die Bären ins neue Jahr starten. Die beiden Ausfälle auf der Aussenposition müssen für unbestimmte Zeit kompensiert werden, was sicherlich nicht einfach sein wird. Die Zweitligisten der Appenzeller Bären liegen in der Tabelle an der Spitze, sechs Punkte vor dem ersten Verfolger VC Smash Winterthur.

Appenzeller Bären – Volley Bütschwil 2:3

(22:25, 25:22, 25:23, 19:25, 0:15)

Appenzeller Bären: S. Messmer (Spielertrainer), Streule, Signer, M. Messmer, Kuster, Keller, Krüsi, Zehnder.