Volley Toggenburg dominant

In der achten Playout-Runde der Damen-Volleyball-Nationalliga A kann die Mannschaft von Volley Toggenburg in ihrem Heimspiel vom Samstagabend gegen die Damen des FC Luzern brillieren. Volley Toggenburg schlägt den FC Luzern 3:1 (14:25, 25:12, 25:23, 25:20).

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Trotz des 3:1-Sieges gegen Luzern gelingt Volley Toggenburg der direkte Ligaerhalt nicht, wäre man doch auf Schützenhilfe von Sm'Aesch Pfeffingen angewiesen gewesen. (Bild: pd)

Trotz des 3:1-Sieges gegen Luzern gelingt Volley Toggenburg der direkte Ligaerhalt nicht, wäre man doch auf Schützenhilfe von Sm'Aesch Pfeffingen angewiesen gewesen. (Bild: pd)

VOLLEYBALL. Fast sah es so aus, als würde Volley Toggenburg eine Niederlage gegen den die Playouts dominierenden FC Luzern einstecken müssen. Im ersten Satz kam die Heimmannschaft zwar zu Beginn an die Gäste heran, doch man vermochte nicht aufzuholen. Eine Schwächephase der Toggenburgerinnen in der Annahme nutzten die Luzernerinnen sofort aus, um einen sicheren Abstand auszubauen. Es zeigte sich einmal mehr deutlich, dass der FC Luzern mit der Verpflichtung zweier Amerikanerinnen ins Schwarze getroffen hat. Nicht nur, dass die zwei grossen Spielerinnen das Netz im Griff hatten, auch spornten sie den Rest des Teams zu toller Leistung an. Dabei wollte Volley Toggenburg diese Begegnung doch unbedingt gewinnen. Nach dem 14:25 nach nur 20 Minuten schien dieses Ziel jedoch ausser Griffweite, bis jedoch Volley Toggenburg zum Rückschlag im zweiten Satz ansetzte.

Kein optimaler Schachzug

Es mag entweder eine unkluge Rechnung des Luzerner Trainers gewesen sein, nicht auf die Topspielerinnen in der Aufstellung zu setzen. Oder aber er wollte seine Spielerinnen schonen im Wissen, dass seinem Team die Leaderposition in den Playouts kaum mehr zu nehmen sein würde. Wie dem auch sei: Auf Luzerner Seite ging nichts mehr, was der Mannschaft im Gegenzug wunderbar gelang. Die Spielerinnen zögerten keine Sekunde zu lang, treffsichere Angriffe abzusetzen. Luzern schaffte den sauberen Aufbau nicht mehr, die Bälle flogen in der Folge eher unkontrolliert übers Netz. In rasendem Tempo setzten sich die Toggenburgerinnen in Richtung Satzgewinn ab. Ob der schwächelnden Leistung der Luzernerinnen fiel es auch kaum auf, dass Toggenburg sich mit dem Abschluss des Satzes sehr schwer tat. Es liess Luzern noch einmal auf drei Punkte herannahen, ehe der Satzgewinn mit 25:12 erreicht werden konnte.

Hartnäckig zum Satzgewinn

Die folgenden zwei Sätze glichen dem zweiten. Schnell baute Volley Toggenburg einen sicheren Abstand aus, den Luzern – wieder mit der ersten Garde auf dem Feld – nicht einzuholen vermochte. Es stimmte wieder alles auf Seite der Heimmannschaft. Die Ballwechsel wurden nun auffallend lang, es wurde erbittert gekämpft. Volley Toggenburg sah sich gestärkt und wollte keinen Ball unnötig verschenken. Das gelang nach der Pause zweimal, wenn auch weniger deutlich. 25:23 und 25:20 lauteten die folgenden Resultate, die wiederum nach langem Kämpfen um den Satzball respektive Matchball erzielt werden konnten. Es war wohl der Tag, an dem den Toggenburgerinnen zwar vieles und fast alles gelang, nur nicht der perfekte Schlussspurt.

Kleiner Wermutstropfen

Das 3:1 der bis anhin tabellenletzten Toggenburgerinnen gegen den Leader durfte frenetisch bejubelt werden. Es sind drei grandiose Punkte auf dem Konto, die das Heimteam absolut verdient hat. Volley Toggenburg hat damit Sm'Aesch Pfeffingen in der Tabelle überholt, welches sich am selben Abend eine spannende Partie gegen den VBC Cheseaux lieferte. Nach fünf Sätzen setzten sich schliesslich die Waadtländerinnen 3:2 durch. Damit schreibt Cheseaux zwei Punkte gut, Sm'Aesch erhält einen.

Das mag das tollte Resultat der Toggenburgerinnen etwas trüben, denn Cheseaux bringt sich mit dem Vierpunkteabstand vor der letzten Playout-Runde in Sicherheit. Toggenburg wäre auf Schützenhilfe der Baselbieterinnen angewiesen gewesen, um noch auf den zweiten Platz vorrücken zu können. Was Volley Toggenburg vor dem letzten Spiel auswärts gegen Cheseaux bleibt, ist die Hoffnung, nicht mehr von Sm'Aesch Pfeffingen eingeholt zu werden.

In der NLB sind derweil sieben von neun Runden in der Aufstiegsrunde gespielt. Drei Mannschaften machen die Leaderposition sowie Rang zwei unter sich aus: Aadorf, Genf und Glarus. Ziemlich sicher ist, dass alle drei Teams den Aufstieg in die NLA im Auge haben. So zumindest lauten die Saisonziele der NLB-Favoriten auf deren Homepages. Egal, wie die Spiele in der NLA vom nächsten Samstag ausgehen, Volley Toggenburg und Sm'Aesch Pfeffingen dürften sich auf weitere Begegnungen im April gefasst machen. (pd)