Volles Haus am Suppentag

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Patrizia Egger
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Der Gospelchor Rhythm and Glory mit dem jüngsten Mitglied beim Auftritt in der Kirche. (Bild: PD)

Der Gospelchor Rhythm and Glory mit dem jüngsten Mitglied beim Auftritt in der Kirche. (Bild: PD)

Kürzlich fand in Ebnat-Kappel im Michaelshaus der Suppentag zur Eröffnung der Fastenzeit statt. «Land muss dem Leben dienen und nicht dem Profit», dies die zentrale Aussage der Ökumenischen Kampagne. Seit die Finanz- und Wirtschaftswelt den Boden als profitable Anlage für sich entdeckt hat, schreitet der Landraub rasant voran. In Indonesien muss der Regenwald den Palmölplantagen weichen.

Den indigenen Bauern wird es unmöglich, ihr Land rentabel zu bewirtschaften. Zu den Profiteuren muss man auch Schweizer Grossbanken und Investmentfirmen zählen. Mit dem Versuch, den Egoismus zu zügeln, sich zu sensibilisieren für die Notwendigkeiten des Nächsten oder auf nachhaltiges Handeln achten kann man dem entgegenwirken. Vergessen darf man bei all der schweren Kost nicht, dass es auch Schönes gibt, das Herz und Seele berührt. Der Gospelchor Rhythm and Glory ist nicht mehr wegzudenken aus der Fasteneröffnung. Dieser visuelle und musikalische Farbtupfer füllte die Kirche mit Hoffnung. Die Suppe schmeckte. Der Saal war bis zum letzten Platz besetzt. Über 100 Personen diskutierten, lachten und assen gemeinsam. Die Organisatoren und Helfer wurden am gemeinsamen Suppentag mehr als belohnt durch die grosse Teilnahme. Alles richtig gemacht.

Patrizia Egger