Volksinitiative gegen Adressen

BÜHLER. 66 Stimmberechtigte haben gestern in Bühler eine Volksinitiative eingereicht, die verlangt, dass «allgemeine Pläne zur Festlegung und Änderung von Strassennamen und Adressen» dem obligatorischen Referendum zu unterstellen sind.

Drucken

BÜHLER. 66 Stimmberechtigte haben gestern in Bühler eine Volksinitiative eingereicht, die verlangt, dass «allgemeine Pläne zur Festlegung und Änderung von Strassennamen und Adressen» dem obligatorischen Referendum zu unterstellen sind. Eine Übergangsbestimmung besagt, dass davon alle Pläne betroffen sind, die noch nicht in Kraft getreten sind. Auf den 1. Juni wollte man einen neuen Strassenplan einführen, der praktisch allen Einwohnern eine neue Adresse vorschreibt. Dabei wollte der Gemeinderat alle Adressen einer «Strasse» zuordnen.

Damit wären zahlreiche Flurnamen aus den offiziellen Adressen verschwunden, heisst es in einer Mitteilung des Initiativkomitees.

Gegen den Beschluss des Gemeinderats regte sich in dem Dorf mit rund 1600 Einwohnern breiter Widerstand. 247 Stimmbürger unterschrieben eine Petition gegen die radikale Umadressierung. Beim Regierungsrat von Ausserrhoden sind 16 Rekurse hängig, denen die Regierung aufschiebende Wirkung erteilt hat. Die neuen Adressen, die vom Gemeinderat verordnet wurden, gelten daher vorläufig nicht. (pd)

Aktuelle Nachrichten