Völlig missratenes Gesetz

Aus Angst vor der 2008 von Rot-Grünen Kreisen eingereichten Landschaftsinitiative hat das Eidg. Parlament im Sommer mutlos einem Raumplanungsgesetz zugestimmt, das in einigen Bereichen sogar weitergeht, als das Volksbegehren selbst.

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Aus Angst vor der 2008 von Rot-Grünen Kreisen eingereichten Landschaftsinitiative hat das Eidg. Parlament im Sommer mutlos einem Raumplanungsgesetz zugestimmt, das in einigen Bereichen sogar weitergeht, als das Volksbegehren selbst. Am neuen Gesetz wurde solange herumgebastelt, bis es in der heutigen Vorlage als völlig missraten bezeichnet werden muss. Bürgerliche Politiker bezeichnen die Wahl zwischen Initiative und Gesetz treffend als Wahl zwischen «Pest und Cholera». Nebst einem massiven Verlust der Souveränität der Kantone in der Boden- und Raumplanungspolitik wird die Bürokratie unnötig aufgebaut und durch die Zwangsrückzonung von eingezontem Bauland in praktisch allen Kantonen (auch in beiden Appenzell) enorme Entschädigungszahlungen verursacht!

Der Schweizerische Gewerbeverband will dies nicht akzeptieren und hat deshalb das Referendum gegen das neue Raumplanungsgesetz ergriffen, damit sich wenigstens das Volk zu dieser wenig verlockenden Auswahl äussern kann. Die Zeit drängt, unterzeichnen Sie noch heute das Referendum, damit auch Sie etwas zur künftigen Raumplanung in der Schweiz zu sagen haben!

Unter «rpg-revision-nein.ch» erhalten Sie weitere Informationen. Zudem können entsprechende Unterschriftenbogen heruntergeladen werden.

Albert Manser, Gonten

Präsident Gewerbeverband AI

Naturpark – Chance fürs Neckertal

Am Informationsabend zum geplanten Naturpark Neckertal in Brunnadern bin ich zur Überzeugung gelangt, dass dieses Projekt eine grosse Chance für unsere Region ist. Die Ausführungen zum Managementplan gaben einen ausgezeichneten Überblick über den Stand der Arbeiten. Wir sollten diese Chance nicht verpassen.

In den vergangenen Jahren sind im Bereich sanfter Tourismus eine ganze Reihe von Aktivitäten geplant und durchgeführt worden. Dahinter stehen in der Regel engagierte Mitbürgerinnen und Mitbürger, die häufig in Freiwilligenarbeit tätig sind. Und viele Unternehmer aus der Landwirtschaft, dem Gewerbe und dem Gastgewerbe/Tourismus sind äusserst innovativ und scheuen keine Mühe, Arbeitsplätze im Tal zu erhalten und neue zu schaffen und damit Wertschöpfung in der Region zu generieren. All diese Bestrebungen dienen einer nachhaltigen Entwicklung, welche unser Tal dringend nötig hat.

Es ist zwar nett, wenn Besucher die Landschaft hier toll finden. Aber das nützt nichts, wenn wir dieses Kapital nicht sinnvoll nutzen. Heute sind die verschiedenen Aktivitäten oft von einzelnen Personen abhängig. Mit einem Naturpark geben wir dem Ganzen eine Struktur, ermöglichen wir Koordination zwischen den verschiedenen Aktivitäten und Anbietern und stellen wir eine sanfte Entwicklung sicher. Der Naturpark muss für jeden innovativen Gewerbetreibenden, Landwirt und Gastwirt von grossem Interesse sein, weil er sich für seine Ideen, Projekte und Entwicklungen auf kompetente Ansprechpersonen stützen kann. Sollten wir diese Chance nicht nutzen?

Ruedi Näf, Dürrenbachweg 1,

9125 Brunnadern