Vize-Weltmeister-Titel geholt

Die Systemtechniker Bruno Strässle von der Altherr AG Nesslau und Riccardo De Sandre von der Altherr AG Schaan holten an der Weltmeisterschaft für Service Mitarbeiter von Mercedes-Benz in der Einzel-, wie auch in der Teamwertung Silber.

Urs M. Hemm
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NESSLAU/SCHAAN. Eine Woche ist vergangen, seit 55 Berufsleute aus elf Ländern um den Titel «Bestes Mercedes-Benz Service-Team» aus dem Bereich Nutzfahrzeuge gekämpft haben. An diesem Wettbewerb in Stuttgart nahm auch ein fünfköpfiges Schweizer Team mit den beiden Systemtechnikern Bruno Strässle von der Altherr AG Nesslau und Riccardo De Sandre von der Altherr AG Schaan teil. Beide konnten sich in je zwei Einzelwertungen gegen 54 Mitbewerber durchsetzen und belegten in ihren Fachdisziplinen jeweils den zweiten Platz. In der Team-Gesamtwertung musste sich die Schweizer Mannschaft nur Italien geschlagen geben. Sie holte vor dem Team aus Deutschland ebenfalls die Silbermedaille. Der Wettbewerb fand vom 7. bis 9. November im Global Training Center von Mercedes-Benz in Stuttgart statt.

Teamarbeit gefragt

Der ganze Ablauf sei sehr gut durchorganisiert gewesen, erzählt Bruno Strässle. «Schon am Montag konnten wir uns nach der Registrierung zum erstenmal die Prüfungsräume ansehen und die anderen Teilnehmer kennenlernen», so Bruno Strässle. Am nächsten Morgen sei es um sieben Uhr losgegangen. «Die Teams wurden in vier Gruppen aufgeteilt, so dass jede mit einer anderen der vier Prüfungen beginnen musste», erklärt Riccardo De Sandre. Für das Schweizer Team stand als erstes der so genannte Kompetenzzirkel auf dem Programm. Dies ist eine Team-Prüfung, die sich aus einem theoretischen- und einem praktischen Teil zusammensetzt. «Hier mussten wir zum Beispiel verschiedene Sensoren den entsprechenden Bereichen zuordnen, die sie überwachen oder die Komponenten des Kraftstoffkreislaufs benennen», erzählt Bruno Strässle. Dann hätten sie verschiedene Arbeiten an einem Getriebe ausführen und zuletzt Quizfragen zur Geschichte von Mercedes-Benz beantworten müssen. Die zweite Prüfung des Morgens war ebenfalls eine Teamprüfung, an der mittels einer Teambildungs-Aufgabe die Zusammenarbeit in der Gruppe bewertet wurde.

Nächste Chance in zwei Jahren

Am Nachmittag standen die Einzelprüfungen auf dem Programm. «Im Wissenstest wäre noch ein bisschen mehr möglich gewesen», sagt Riccardo De Sandre und Bruno Strässle pflichtet ihm bei. Es sei ein Multiple-Choice Test gewesen, bei dem von fünf möglichen Antworten, eine bis drei richtig hätten sein können. Zudem habe es Minuspunkte für nicht beantwortete Fragen oder falsche Antworten gegeben. Im vierten und letzten Teil der Prüfung galt es, ein spezifisches Problem zu lokalisieren und zu beheben. In dieser praktischen Prüfung zählte sowohl die Team- als auch die Einzelleistung.

Am Abend wurden die Teilnehmer zu einem Event in ein Römercastell bei Stuttgart eingeladen. Für den Mittwoch waren eine Werksbesichtigung und ein Besuch im Unimog-Museum geplant, bevor am Abend zum Galadiner mit der Rangverkündigung im Mercedes-Benz-Museum geladen wurde. Es sei eine tolle Erfahrung gewesen, stimmen beide überein und sie würden versuchen, an der nächsten WM in zwei Jahren den Titel Weltmeister zu holen.