Violinschlüssel in Gold für Alder

ROSSFALL. Es war ein genussreicher Abend mit Volksmusik, Jodel-, Klassik- und Jazz-Einlagen.

Esther Ferrari
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Ausgezeichnet: Hackbrett-Spieler im Restaurant Rossfall. (Bild: Hannes Thalmann)

Ausgezeichnet: Hackbrett-Spieler im Restaurant Rossfall. (Bild: Hannes Thalmann)

ROSSFALL. Es war ein genussreicher Abend mit Volksmusik, Jodel-, Klassik- und Jazz-Einlagen. Moderator Hans Hürlemann, selber fundierter Kenner der Appenzeller Musik, wusste zu erzählen, dass der Name Alder schon im Jahr 1711 erwähnt wurde, und zwar mit dem damals noch unerlaubten Musik-Machen in einem Wirtshaus.

Von Eugster zu Alder

Der Präsident des Vereins Goldener Violinschlüssel, Rolf Zwahlen, sowie Vertreter aus Politik und aus den Reihen der Volksmusik würdigten die Arbeit des Appenzeller Musikers. Alex Eugster, der letztjährige Preisträger, steckte die bedeutende Nadel ans rote Brusttuch des Urnäschers. Im Beisein der über zweihundert geladenen Gäste gab es Applaus und Lob von allen Seiten.

Walter Alder zeigte sein Können am Klavier, am Hackbrett und am Cello. Seine Musikkollegen aus verschiedenen Formationen – die Tochter Susanne, Sohn Walter, Bruder Hansueli und auch der 86jährige Vater Ueli Alder spielten mit. Unter den Zuhörern waren auch viele Angehörige der Alder-Familien. Die «Aldere» sind beliebt, und das nicht nur bei ihren Kollegen, sie sind beliebt im Dorf und überall dort, wo sie auftreten. Das macht die Musik, die sie alle virtuos beherrschen, aber auch ihre Bescheidenheit.

Seinen Schülern ein Vorbild

Walter Alder erhielt die Auszeichnung für die intensive Pflege und Weiterentwicklung der Appenzellermusik und für die Nachwuchsförderung. Ganzen Generationen von Hackbrettschülern ist er ein Vorbild. Er hat das Hackbrett weit über die Kantons- und Landesgrenze hinaus bekannt gemacht.