Viele personelle Aufstockungen

Sowohl im Flüchtlings- und Asylbereich wie auch im Ressort Soziales muss der Gemeinderat Herisau die Stellenetats erhöhen. Neuer Abteilungsleiter Soziales ist Rouven Michel, bisheriger Stellvertreter.

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HERISAU. Der Herisauer Gemeinderat hat aufgrund der weiter- steigenden Zahl der Flüchtlinge und Asylbewerber verschiedene Stellenetats erhöht. So betrug die Zahl der Dossiers im Bereich Flüchtlinge Ende 2013 noch 74, Ende 2014 waren es schon mehr als doppelt so viele, und inzwischen sind es sogar knapp 200. Die Beratungsstelle für Flüchtlinge, getragen durch alle Ausserrhoder Gemeinden, wird deshalb erneut aufgestockt, um 90 auf 520 Stellenprozente. Ähnliches gilt für die Asylbetreuung, wo sich die Zahl der Dossiers nahezu verdoppelt hat. Hier wird der Stellenetat um 40 auf 160 Prozente erhöht. Schliesslich muss auch der Integrationsbereich, in dem vor allem die Deutschkurse angesiedelt sind, um 80 auf total 130 Stellenprozente ausgebaut werden. Zudem werden aufgrund der Prognosen bisher befristete Stellen in feste Anstellungen umgewandelt.

Gemeinde erhält mehr Geld

Wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht, erhält die Gemeinde vom Kanton für ihre Leistungen in diesen Bereichen eine Integrationspauschale von derzeit 805 000 Franken pro Jahr. Ursprünglich waren für letztes Jahr 285 000 Franken zugesprochen, aufgrund der drastisch ansteigenden Anerkennungsziffer musste diese Summe aber fast verdreifacht werden.

Die Regionale Berufsbeistandschaft muss personell erneut aufgestockt werden. Wie die Analyse einer externen Beratungsfirma ergeben hat, die gleichzeitig die Organisationsstruktur des Ressorts Soziales durchleuchtete, besteht eine massive Unterdeckung in diesem Bereich. Diese Analyse deckt sich gemäss der Medienmitteilung mit der tatsächlichen Erfahrung: Seit der Einführung der Regionalen Berufsbeistandschaft 2013 gibt es personelle Engpässe. Der Gemeinderat hat deshalb aufgrund der Fallzahlen und der schweizerischen Vergleichswerte eine Erhöhung des Stellenetats um 270 auf 1040 Prozent genehmigt. Da Herisau die Berufsbeistandschaft für alle Hinterländer Gemeinden führt, fallen circa zwei Drittel der Mehrkosten in Herisau an.

Neuer Abteilungsleiter

Ferner hat der Gemeinderat Rouven Michel als neuen Abteilungsleiter Soziales ernannt. Der Nachfolger von Andreas Alther leitete bislang den Bereich Sozialhilfe und war stellvertretender Abteilungsleiter. Aufgrund der externen Analyse wurde auch die Organisation der Abteilung Soziales leicht geändert. Vom aufgelösten Bereich Dienste wird die Alimentenhilfe neu dem Bereich Sozialhilfe und die Sozialberatung neu dem Bereich Jugendsekretariat zugeteilt. (gk)