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«Viele Neukunden begrüssen»

Vom Frankenschock vom 15. Januar 2015 sei die Bank nicht direkt betroffen. Das sagt Urban Koller, Vorsitzender der Bankleitung der Raiffeisenbank Mittleres Toggenburg.
Martin Knoepfel

Hat sich der neue, zentrale Standort Raiffeisenbank Mittleres Toggenburg in Ebnat-Kappel in einer höheren Kundenfrequenz für die Bank niedergeschlagen?

Urban Koller: Ja, das kann man so sagen. Wir konnten auch viele Neukunden begrüssen. Die neue Geschäftsstelle ist sehr erfreulich angelaufen.

Werden der Raiffeisenbank Mittleres Toggenburg aus der Sanierung der Fassade am Neubau in Ebnat-Kappel noch Kosten erwachsen?

Koller: Voraussichtlich nicht. In dieser Sache läuft aber noch ein Gerichtsverfahren.

Wie hat sich der Frankenschock auf die Raiffeisenbank Mittleres Toggenburg ausgewirkt?

Koller: Als kleine Regionalbank mit dem Kerngeschäft Hypotheken und Sparen sind wir vom Frankenschock nicht direkt betroffen. Indirekt zwar schon, wenn unsere Kunden wegen der Frankenaufwertung Schwierigkeiten bekommen sollten. Da das Kerngeschäft 85 Prozent unserer Geschäftstätigkeit ausmacht, sind die Auswirkungen des Frankenschocks auf unsere Bank aber gering.

Spiegelt das Wachstum des Hypothekargeschäfts die Bautätigkeit in Ebnat-Kappel, Lichtensteig und Wattwil wider oder hat die Bank vermehrt Hypotheken ausserhalb dieser Gemeinden gewährt?

Koller: Nach den Reglementen der Raiffeisengruppe können wir Finanzierungen vor allem in unserem Geschäftskreis anbieten. Das Wachstum des Hypothekargeschäfts spiegelt deshalb die rege Bautätigkeit in den erwähnten drei Gemeinden und den Immobilienhandel, der sich 2015 stark belebt hat, wider. Wenn zum Beispiel ein Hausbesitzer sein Haus verkauft und in eine Eigentumswohnung zieht, können wir oft beide Finanzierungen anbieten.

Warum hat das Genossenschaftskapital letztes Jahr um fast 400 Prozent zugenommen? Haben Genossenschafter mehr Anteilscheine gezeichnet, weil Anleihen solider Schuldner nichts mehr abwerfen?

Koller: Einerseits haben Genossenschafter aus Sympathie zu unserer Bank Anteilscheine gezeichnet, andererseits auch aus einem Anlagenotstand. Der Anteilschein der Raiffeisenbank Mittleres Toggenburg ist ein gutes Anlageprodukt, das mit drei Prozent verzinst wird.

Sind diese Neugelder in Zeiten der Negativzinsen überhaupt noch willkommen?

Koller: Bei uns sind Neugelder immer noch herzlich willkommen. Wir können immer noch viele Finanzierungen von Hypotheken bewerkstelligen. Auf diese Weise können wir die Spargelder der Kunden in der Region verteilen.

Die Raiffeisenbank Neckertal zahlt sechs Prozent. Warum verzinst die Raiffeisenbank Mittleres Toggenburg die Anteilscheine lediglich mit drei Prozent?

Koller: Bei der Raiffeisenbank Neckertal kann man nur einen Anteilschein im Wert von 200 Franken zeichnen. Bei uns kann man Anteilscheine für maximal 10 000 Franken erwerben. Die Anteilscheine der Raiffeisenbank Mittleres Toggenburg sind eigentlich ein Anlageprodukt. Drei Prozent sind heute eine gute Rendite für risikolose Anlagen.

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