«Viele haben einen goldigen Sommer erlebt»

Das Freibad Teufen blickt auf eine erfolgreiche Saison zurück. Leiter Albert Müller fühlt sich ans Rekordjahr 2003 erinnert. Das Freibad hat die Grenze von 30 000 Eintritten überschritten. Wird dies ein guter Badesommer?

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Albert Müller Leiter Freibad Teufen (Bild: apz)

Albert Müller Leiter Freibad Teufen (Bild: apz)

Das Freibad Teufen blickt auf eine erfolgreiche Saison zurück. Leiter Albert Müller fühlt sich ans Rekordjahr 2003 erinnert.

Das Freibad hat die Grenze von 30 000 Eintritten überschritten. Wird dies ein guter Badesommer?

Im Vergleich mit den vergangenen Jahren wird es ein sehr guter Sommer. Wir hatten 2014 18 000 Eintritte, zurzeit liegen wir bei gut 33 000. Je nach Entwicklung des Wetters werden wir bis Ende August 35 000 bis 36 000 erreichen.

Wo liegt der bisherige Rekord?

Wir hatten 2003 etwa 63 000 Besucher – diese Zahlen werden wir nicht erreichen. Das ist aber von Region zu Region verschieden: Das Marzili-Bad in Bern hat in diesem Sommer den Rekord von 2003 gebrochen.

Was war 2003 für ein Jahr?

Es war auch ein Hitzesommer. In laufenden Jahr dauert die Sommerperiode zwar schon länger, sie begann aber erst im Juli. Im Juni hatten wir lediglich 9000 Eintritte, im Sommer 2003 waren es zur selben Zeit bereits 25 000 Besucher. Damals besuchten uns ganze Schulklassen und die Leute waren noch nicht in den Ferien.

Viele Teufnerinnen und Teufner entschieden sich dieses Jahr für Ferien im Ausland?

Weil im vergangenen Jahr der Sommer so schlecht war, haben viele früh Ferien gebucht. Sie sagten sich: «Wir wollen nicht wieder einen verregneten Sommer erleben.»

Die Daheimgebliebenen wurden dieses Jahr belohnt.

Ja, für einmal kamen auch die diejenigen zum Zuge, die sich keine teuren Fernreisen leisten können. So haben viele einen goldigen Sommer erlebt. Die Gäste sind glücklich und zufrieden. Und das Wichtigste: Wir sind bislang unfallfrei.

Für Sie bedeutete dies aber mehr Arbeit.

Wegen der vielen Besucher mussten wir das Wasser häufiger wechseln. Viele begehen den Fehler, dass sie sich erst eincremen, kurz bevor sie ins Wasser gehen. Das Desinfektionsmittel spült die Crème wieder heraus. Den Filter mussten wir deshalb statt einmal, zweimal pro Woche wechseln. Wir benötigten auch mehr Frischwasser, weil sich die Leute nicht immer gut duschen. So gelangt mehr Schweiss ins Wasser. Diesen erhöhten Anteil kann man nur mit viel Frischwasser wieder verdünnen. (mge)