Viel Platz für Batterienfirma

Für elf Millionen Franken hat die in Appenzell domizilierte Wyon AG, die sich auf die Produktion und Entwicklung von aufladbaren Lithium-/Ionen-Batterien spezialisiert hat, einen Neubau erstellt. Dieser bietet Raum für 100 Arbeitsplätze.

Roger Fuchs
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Im neuen Betriebsgebäude der Wyon AG in Appenzell können bis zu 100 Personen beschäftigt werden. (Bild: rf)

Im neuen Betriebsgebäude der Wyon AG in Appenzell können bis zu 100 Personen beschäftigt werden. (Bild: rf)

APPENZELL. Was 1999 in einer Garage begonnen hat, ist zu einem weltweit marktführenden Unternehmen gewachsen. Und so hat die Wyon AG sich 2011 für einen Neubau in Appenzell-Steinegg entschieden. Im Sommer dieses Jahres konnte vom Hoferbad in Appenzell an den neuen Standort gezügelt werden, wie der Firmengründer und CEO Paul Wyser gestern vor den Medien ausführte. Dabei rekapitulierte Wyser auch die Geschichte der Wyon AG, die sich auf die Produktion und Entwicklung von Klein- und Kleinstgrössen aufladbarer Lithium-/Ionen-Batterien konzentriert. Zur Anwendung kommen diese in der Medizinal- und Sicherheitstechnik.

Zweite Etappe mitberücksichtigt

Beschäftigt werden am neuen Standort 63 Mitarbeitende. Platz bietet der Bau allerdings für 100 Arbeitsplätze. Und wie Paul Wyser sagt, ist der Quartierplan bereits so weit vorbereitet, dass neben dem Neubau ein weiteres Gebäude desselben Volumens errichtet werden könnte. Dann hätte das Unternehmen die Kapazität für 200 Arbeitsplätze. Bis eine solche zweite Bauetappe Realität wird, dürften allerdings nochmals fünf bis zehn Jahre vergehen, wie es gestern hiess.

Architekt des Neubaus ist Jürg Kellenberger, Geschäftsführer der Kellenberger Architektur mit Sitz in Appenzell und Herisau. Er erläutert vor den Medien nicht nur die äussere Erscheinung des Baus, sondern auch die Technik. Demnach wird die Wärme und Kälte mit Erdwärme erzeugt. Beim Rundgang durchs Gebäude fällt eine grosse und für die Herstellung der Batterien notwendige Reinheit der Räumlichkeiten auf, was durch weisse Oberflächen unterstrichen wird. Die Korridorwände und die Treppe dagegen bestechen durch dunklere rohe Oberflächen. Ein Kontrast, der belebend wirkt.

Gemäss Paul Wyser ist das Kostendach von elf Millionen Franken «leicht unterschritten» worden.

Leute geschult und ausgebildet

Dass die Wyon AG am Standort Appenzell festhält, hängt primär mit dem Personal zusammen. In der Produktion würden viele Leute arbeiten, die einst eine andere Ausbildung gemacht hätten, später dann aber bei der Wyon AG eingestiegen, dort geschult und ausgebildet worden seien. Eine Ausbildung als «Batterieexperte» oder ähnliches gibt es nicht, wie Paul Wyser sagt. Angesichts der heutigen Firmengrösse würden sie sich jedoch überlegen, ob man künftig Menschen ausbilden wolle. Auffallend ist für Paul Wyser überdies – und auch deshalb hält er am Standort Appenzell fest – dass die Leute auf dem Land in ihrer Arbeit nicht nur einen Job sehen würden, sondern sich mit der Firma identifizierten.