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Lehrlinge opfern grossen Teil ihrer Freizeit

Angehende Forstwarte müssen die Pflanzen des Waldes kennen. Dafür sammeln und bestimmen sie diese in einem Herbarium. Entstanden sind beeindruckende Werke.
Karin Erni
Das Herbarium von Kevin Hehli aus Weissbad wurde am höchsten bewertet. (Bild: Karin Erni)

Das Herbarium von Kevin Hehli aus Weissbad wurde am höchsten bewertet. (Bild: Karin Erni)

Bereits zum 24. Mal lud das Berufsbildungszentrum BBZ Herisau am Donnerstagabend zur Herbarien-Vernissage der Forstwarte. Die jungen Berufsleute sammeln, präparieren und archivieren während der ersten 16 Monate ihrer Lehrzeit Pflanzen aus dem heimischen Wald. Mindestens 120 Pflanzenteile werden in einem Herbarium geordnet. Dafür investieren die Auszubildenden einen beachtlichen Teil in ihrer Freizeit.

Zwölf Lernende haben dieses Jahr ein Herbarium gestaltet. 1460 Pflanzenteile seien gesammelt worden, sagt BBZ-Fachlehrer Felice Crottogini. «Nur fünf davon waren nicht richtig bestimmt.» Beurteilt wurden Vollständigkeit, Richtigkeit der Bestimmung und die Qualität der Präparation sowie die Sauberkeit der Arbeit insgesamt. Beim Wettbewerb konnten dank Sponsoren Preise im Wert von 1000 Franken an die Lernenden verteilt werden.

Appenzeller punkten

Viel Lob und die höchste Punktzahl gab es für das Werk von Kevin Hehli aus Weissbad. Sein Herbarium erinnert an ein überdimensionales Schlüsselbrett. Statt Schlüssel hängen fein säuberlich geordnet Zweige und Holzstücke von 30 Pflanzenarten an den Haken. Die zugehörigen Blätter und Pflanzenfotos sind in einem separaten Ordner abgelegt. «Ich habe diese Form gewählt, weil sie übersichtlich ist und sich gut zum Lernen eignet», so Kevin Hehli. Als schwierig habe er das Präparieren der Pflanzen empfunden. «Man muss aufpassen, dass sie nicht verfaulen.» Kleines, aber feines Detail der Arbeit ist der obere Rand, der den Hohen Kasten samt Antenne darstellt. Das Revier seines Lehrbetriebs Forst Rüthi Lienz erstrecke sich auf der st.-gallischen Seite bis zum Berggipfel, so der Lernende. Ganz allein musste er das Werk nicht vollenden. Der Vater sei Zimmermann und habe geholfen. Mehr als zufrieden zeigt sich auch der Lehrmeister des angehenden Forstwarts. Das Sammeln der Pflanzen habe er teilweise während der Arbeitszeit erledigen können. Die investierte Zeit für die gesamte Arbeit konnte er nicht exakt beziffern, aber es dürften über 100 Stunden gewesen sein.

Ebenfalls unter die ersten drei hat es Silvio Inauen mit seinem Holzordner und der zugehörigen Holztafel gebracht. Der Appenzeller absolviert seine Lehre beim Forstamt Teufen.

Hinweis

Die Herbarien werden nochmals an der Freizeitarbeitenausstellung vom 12. bis 14. April in Steinegg zu sehen sein.

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