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Viehschau Urnäsch: Mit 432 Kühen aufgefahren

Die heutige Viehschau war nicht nur für die Bauern ein Festtag: Auch Touristen wohnten dem Anlass bei, an dem Tradition seit jeher mit Herzblut gelebt wird.
Claudio Weder
Auf dem Kronenplatz in Urnäsch versammelte sich Vieh und Volk. (Bild: Claudio Weder)

Auf dem Kronenplatz in Urnäsch versammelte sich Vieh und Volk. (Bild: Claudio Weder)

Kuhglocken, Papierblumen und Tannenreisig schmücken den hölzernen Triumphbogen, der auf dem Kronenplatz in Urnäsch steht und das Eingangstor zum Schaugelände bildet. Zuoberst prangt ein Willkommensspruch: «Sönd willkomm, ehr Buurelüt, am efach ländlich Festli hüt, mer wend üs freue mitenand, a üsem Vech, am Burestand.»

Auf dem Platz stehen die Tiere in Reih und Glied, geordnet nach vorgegebenen Kriterien. Landwirte begutachten das Braunvieh, unter dem Volk auch Kinder, die sich für das ländliche Grossereignis genauso herausgeputzt haben wie die Erwachsenen. Aus einer Ecke ertönt ein Zäuerli, das nur ab und an vom Muhen der Kühe unterbrochen wird. Schnell wird klar: An der Viehschau Urnäsch wird Tradition mit Herzblut gelebt.

Nicht nur für die Bauern ein Festtag

Dass dieses «ländlich Festli» aber nicht nur die Bauernherzen höher schlagen lässt, zeigt sich anhand der bunt gemischten Zuschauermenge, die sich schon frühmorgens am Strassenrand versammelt hat, um dem Einzug der 432 Kühe beizuwohnen. Bauern – teils in Sennentracht – ziehen durch das Dorf und treiben ihr Vieh schliesslich auf den Schauplatz im Dorfzentrum. Ein Spektakel, das auch Touristen anlockt: «Von überall kommen die Leute her, um unsere Viehschau zu besuchen», sagt Ueli Aerne, Verantwortlicher der Viehschau Urnäsch.

Auf dem Schauplatz werden um kurz nach zehn die letzten Kühe geputzt und gestriegelt, während das Preisgericht, bestehend aus erfahrenen Landwirten, schon dabei ist, die Tiere zu inspizieren. Ein Knochenjob: Schliesslich muss jede der 432 Kühe bewertet werden – nach Kriterien wie Euter, Beine, Brust und Becken. Dies dauert meist bis in die Nachmittagsstunden. Bis klar ist, welche Kuh den Schöneuterpreis gewinnt und welche sich fortan Miss Urnäsch nennen darf.

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