«Vida Colorida» – farbig und frech

Unter dem Titel «Vida Colorida» hängen in der Raiffeisenbank Neu St. Johann farbenprächtige und aussagekräftige Bilder der Künstlerin Lilo Michel.

Stefan Füeg
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NEU ST. JOHANN. Viele Jahre hat die Künstlerin Lilo Michel in Brasilien verbracht und die Farbenpracht dieses südamerikanischen Landes hat die Künstlerin beeinflusst und geprägt. Ihre Bilder wirken teilweise dermassen üppig und bunt – von dunkelrot bis grellgelb, dass der Betrachter den Blick nicht mehr abwenden kann. Sie spiegeln das pralle, bunte Leben mit allen Facetten.

Gefühle ausdrücken

Gleich daneben befindet sich ein Bild ganz anderer Art. Eines, das mit seinen dunklen Farben überzeugt. Dieses Bild lässt den Betrachter ruhig werden, still stehen und sich vorstellen, dass er beispielsweise irgendwo in einer dunklen Strasse in New York stehen würde. In der Ausstellung in den Räumen der Raiffeisenbank sind weitere solcher Werke, die den Betrachter in sich ruhen lassen, zu sehen. Lilo Michel kehrt beim Malen ihr Innerstes nach aussen: «Ich male aus einem inneren Drang und will damit zeigen, was ich empfinde.»

«Ihre Bilder prägen sich ein»

Der Vorsitzende der Bankleitung der Raiffeisenbank Obertoggenburg, Ernst Zwingli, wie auch Fredy Rüegg, der die Laudatio sprach, lobten die Künstlerin. «Sie hat ihre Phantasie in den Bildern einfliessen lassen», sagte Fredy Rüegg. «Schauen Sie sich die aussagekräftigen Werke an, dann merken Sie, was Lilo Michel damit mitteilen will», fügte er hinzu. Viele ihrer Bilder würden die Betrachter erst später berühren, aber wer diese Werke einmal betrachtet habe, könne sie meist nicht mehr vergessen. «Ihre Bilder prägen sich ein und bleiben», lautet die einfache Erklärung von Fredy Rüegg dazu. Dutzende von Interessierten, Freunde und Gäste an der Vernissage zeigten sich begeistert. Lilo Michel hat vor 13 Jahren einen Malkurs besucht und sich ihre Art des Malens mit Weiterbildungen angeeignet. «Das ist meine zweite Ausstellung», erzählt die Künstlerin. Es sei toll, die eigenen Werke nicht nur zu Hause, sondern auch einer breiteren Öffentlichkeit zeigen zu können. Stefan Füeg