Verwurzelte Rückkehrerin übernimmt

Die neue Trogner Gemeindepräsidentin heisst Dorothea Altherr. Sie erhielt 463 Stimmen, René Langenegger 229 Stimmen. Altherr hat während zwölf Jahren in Frankreich gelebt und freut sich über den breiten Zuspruch. Vom Ausmass ist sie gerührt.

Lukas Pfiffner
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Dorothea Altherr nimmt die Gratulation des abtretenden Gemeindepräsidenten Niklaus Sturzenegger entgegen. (Bild: pf)

Dorothea Altherr nimmt die Gratulation des abtretenden Gemeindepräsidenten Niklaus Sturzenegger entgegen. (Bild: pf)

TROGEN. Was ist bei der neuen Trogner Gemeindepräsidentin Dorothea Altherr nun grösser – die Überraschung oder die Freude? «Ich hatte niemals gedacht, dass ich als von auswärts Zurückgekommene so gut abschneide», sagte die 58-Jährige beim Apéro auf dem Landsgemeindeplatz. «Die Freude ist natürlich riesig. Ich bin gerührt.» Sie wies bei einem absoluten Mehr von 354 Stimmen ein Ergebnis von 463 auf, René Langenegger kam auf 229.

Noch die gleiche

Die Bevölkerung Trogens gilt traditionell als links alternativ ausgerichtet. Altherr ist parteilos, Langenegger Mitglied der FDP. «Ich darf angesichts des deutlichen Resultats sicher feststellen, dass ich von breiten Teilen und Schichten der Stimmbürgerinnen und Stimmbürger gewählt worden bin», meinte die neue Gemeindepräsidentin. Hat also die Tatsache keine (negative) Rolle gespielt, dass sie während zwölf Jahren in Frankreich gewohnt hat? Sie habe im Ausland ihren Horizont erweitern können, sei aber als Person noch die gleiche wie früher. «Ich bin zu den Wurzeln zurückgekehrt.» Sie war einst schon Trogner Gemeinderätin.

«Musste mit allem rechnen»

Angesprochen auf ihren Start im Amt als Nachfolgerin von Niklaus Sturzenegger sagte sie: «Ich möchte an dem, was derzeit in Trogen auf gutem Boden aufgebaut ist, mit anderen Personen weiterarbeiten und mich einbringen.» Der unterlegene René Langenegger mochte die Wahl nicht ausführlich kommentieren. Er lege Wert auf einen Satz: «Das Volk hat gewählt.» Überraschte ihn der Ausgang? «Man musste mit allem rechnen. Niemand wusste, wie die Wahl ausgeht.» Als Gemeinderat bekam Langenegger 220 Stimmen (gegenüber 468 für Altherr).

Die übrigen sechs Kandidatinnen und Kandidaten für den Gemeinderat wiesen alle über 640 Stimmen auf. Mit 372 Stimmen schaffte Langenegger die Wahl in den Kantonsrat äusserst knapp: Jens Weber erreichte das absolute Mehr von 322, fiel aber mit 368 Stimmen aus der Wahl. Mehr Zuspruch als Kantonsrat erhielt Niklaus Sturzenegger (482 Stimmen).

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