Verwaltungsratspräsidentin Roth verlässt den Spitalverbund AR im 2020

Der Regierungsrat von Appenzell Ausserrhoden hat den Verwaltungsrat des Spitalverbundes Appenzell Ausserrhoden (SVAR) für die Amtsdauer 2019–2023 gewählt. Christiane Roth-Godat tritt Ende Mai 2020 als Präsidentin ab.

Roger Fuchs/Jesko Calderara
Drucken
Teilen
Christiane Roth, VR-Präsidentin des Spitalverbundes AR. Bild: Michel Canonica / Tagblatt

Christiane Roth, VR-Präsidentin des Spitalverbundes AR. Bild: Michel Canonica / Tagblatt

Andreas Zollinger aus Männedorf wird ab 1. Juni 2020 die Geschicke des Ausserrhoder Spitalverbundes als Verwaltungsratspräsident steuern. Er tritt zu jenem Zeitpunkt die Nachfolge der noch amtierenden Christiane Roth-Goda aus Glockhausen in Zürich an. Sie wurde 2015 gewählt. Sie nahm damals den Platz von Ruth Metzler ein, welche die interimistische Leitung nach dem Rücktritt von Thomas Kehl übernommen hatte.

Othmar Kehl aus Grub wurde wiedergewählt, nachdem er sich bereit erklärt hatte, dem Verwaltungsrat ein weiteres Jahr zur Verfügung zu stellen. Ebenso bleibt Hugo Keune aus Zürich Mitglied des VR. Dank der gestaffelten Rücktritte seien ein geregelter Übergang und die Kontinuität in der Arbeit des SVAR-Verwaltungsrates gewährleistet, heisst es in der dazugehörigen Mitteilung des Kantons.

Zwei neue VR-Mitglieder

Agnes Glaus (St. Gallen) und Hans-Jürg Bernet (Teufen) sind nicht mehr zur Wiederwahl angetreten. Mit Franziska Mattes, Altnau, und Monica Sittaro-Hartmann, Teufen, konnte der Regierungsrat zwei neue Fach- und Führungspersonen ins Gremium wählen. Mattes ist Geschäftsführerin des Vereins Kantonale Organisationen der Arbeitswelt Gesundheit und Soziales. Sie ist seit 2006 Mitglied (Vizepräsidentin) des Spitalrates der Spitäler Schaffhausen und seit 2019 Mitglied des Spitalrates des Universitätsspitals Zürich. Sittaro leitet das Rehabilitationszentrum in Lutzenberg. Bis Ende Mai 2019 ist sie Kantonsrätin von Appenzell Ausserrhoden und Präsidentin der Staatwirtschaftlichen Kommission.

Des weiteren delegiert auch der Regierungsrat eines seiner Mitglieder in den VR. Für die Amtsdauer 2019 bis 2023 wird dies Neo-Regierungsrat Hansueli Reutegger aus Schwellbrunn sein.

Umstrittene Massnahmen des Svar-Verwaltungsrates

In ihrer bisherigen Amtszeit erlebte Christiane Roth als VR-Präsidentin turbulente Zeiten. Aufgrund der hohen Defizit des Svar in den letzten Jahren gab es immer wieder Unruhe und personelle Abhängen, unter anderem in der Frauenklinik am Spital Heiden. Zudem platze die geplante Zusammenarbeit mit der Hirslanden Klinik Am Rosenberg. Diskussionen gab es auch um die Betriebsstandorte. Im teilrevidierten Spitalverbundgesetz sind diese nicht mehr namentlich aufgezählt. Das Stimmvolk sagte im September 18 Ja zur Vorlage.