Mietvertrag für zwei Häuser im Kinderdorf aufgelöst

Der Kanton ist zur Unterbringung von unbegleiteten minderjährigen Asylsuchenden am Mitte 2019 nicht mehr auf das Kinderdorf angewiesen.

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Minderjährige Asylsuchende sollen am Juli 2019 in Wohnungen betreut werden.

Minderjährige Asylsuchende sollen am Juli 2019 in Wohnungen betreut werden.

Unbegleitete minderjährige Asylsuchende (MNA) wurden seit dem Frühling 2016 in zwei Häusern im Kinderdorf Pestalozzi untergebracht und vom Verein Tipiti betreut. Die Anzahl dieser Personengruppe ging allerdings seit letztem Jahr stetig zurück. Und so kündigte der Kanton Appenzell Ausserrhoden im Sommer das erste Haus per Ende 2018. Nun löst er, wie einer Medienmitteilung entnommen werden kann, per Ende Juni 2019 auch den Vertrag für das zweite Haus auf. Die Jugendlichen werden ab Juli nächsten Jahres in Wohnungen betreut.

Nach Anstieg sank die Zahl kontinuierlich

Rückblende: Im April 16 verabschiedete der Regierungsrat ein Unterbringungs- und Betreuungskonzept für unbegleitete minderjährige Asylsuchende. Hintergrund war, dass vermehrt Minderjährige in die Schweiz flüchteten. Die erhöhte Anzahl Zuweisungen von minderjährigen Asylsuchenden an Appenzell Ausserrhoden veranlasste den Regierungsrat damals, deren Betreuung und Unterbringung neu zu regeln. Es wurden Mietverträge für zwei Häuser im Kinderdorf Pestalozzi in Trogen abgeschlossen und der Verein Tipiti mit der Betreuung der MNA beauftragt.

Anfänglich stieg die Zahl der MNA wie prognostiziert, seit letztem Jahr sind die Zuweisungen jedoch zurückgegangen. Wegen der derzeitigen Auslastung (total 30 unbegleitete Minderjährige im Kanton, davon elf im Kinderdorf Pestalozzi) und der Prognosen des Sekretariats für Migration hat der Regierungsrat beschlossen, die Strukturen erneut anzupassen. Das Betreuungskonzept, das nach wie vor vom Verein Tipiti umgesetzt wird, wird auf weniger Jugendliche ausgerichtet. (kk)