Verschiedenen Religionen begegnen

Vom 9. bis 15. September finden im Toggenburg verschiedene Aktivitäten im Rahmen der Interreligiösen Dialog- und Aktionswoche (IDA) statt, darunter eine Ausstellung und ein Gespräch.

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Zur Interreligiösen Dialog- und Aktionswoche finden erstmals Veranstaltungen im Toggenburg statt. (Bild: sas)

Zur Interreligiösen Dialog- und Aktionswoche finden erstmals Veranstaltungen im Toggenburg statt. (Bild: sas)

BÜTSCHWIL-GANTERSCHWIL. Seit 2005 findet die Interreligiöse Dialog- und Aktionswoche im Kanton St. Gallen regelmässig alle zwei Jahre statt. Erstmals beteiligen sich auch Toggenburger Gemeinden daran. «Es geht in erster Linie darum, dass Menschen verschiedener Religionen und Kulturen miteinander ins Gespräch kommen», erklärt Bettina Wissert. Die Pastoralassistentin der Pfarrei Bütschwil sitzt gemeinsam mit Vertretern der Landeskirchen, von Jugendverbänden und von Integrationsstellen in der Projektgruppe, die Anlässe zur IDA-Woche koordiniert.

Rund um die St. Galler Erklärung

Mit den Aktionen in den verschiedenen Gemeinden soll die St. Galler Erklärung bekannt gemacht werden. Diese wurde nach dem Mord am St. Galler Lehrer Paul Spirig aufgestellt. Erstunterzeichner waren Vertreter von Kanton und Stadt St. Gallen, der beiden Landeskirchen und des Dachverbandes Islamischer Gemeinschaften. Jeder könne diese St. Galler Erklärung für das Zusammenleben der Religionen und den interreligiösen Dialog unterzeichnen, erklärt Bettina Wissert.

Gespräch um die Goldene Regel

In der katholischen Kirche Bütschwil, im Pfarreiheim Ganterschwil und im Foyer des Oberstufenschulhauses Mosnang wird vom 8. bis 22. September eine Plakatausstellung zu sehen sein. Darin stellt das vom Schweizer Theologen Hans Küng gegründete Weltethos-Institut die Merkmale von verschiedenen Religionen, der Goldenen Regel und ihre Übersetzung in unsere Zeit dar. «Hans Küng hatte den Gedanken, dass es ohne Frieden unter den Religionen kein Weltfriede gibt», sagt Bettina Wissert. Eröffnet wird die Ausstellung in Bütschwil nach dem Jugendgottesdienst vom 7. September um 18.30 Uhr.

Allen Religionen ist gemeinsam, dass sie die Goldene Regel «Was du nicht willst, das man dir tue, füge auch keinem anderen zu» kennen. Um diese Goldene Regel dreht sich eine Gesprächsrunde mit Gläubigen verschiedener Religionen aus der Region, die am Donnerstag, 12. September, um 20 Uhr im Pfarreiheim Ganterschwil stattfindet. «Vertreter von verschiedenen Religionen erzählen in kleinen Tischrunden, wie sie die Goldene Regel in ihrem Alltag leben», erklärt Bettina Wissert.

Film über die Reise nach Mekka

Zum Abschluss der IDA-Woche treffen sich Gläubige verschiedener Religionen am Bettag zur Schlussveranstaltung zum Thema «Ich höre dein Gebet» in St. Gallen. Die Aktivitäten in der Region sind aber damit noch nicht beendet. Am 19. September besteht die Möglichkeit, in Gossau eine Wanderausstellung über Anne Frank, eine junge Jüdin, die im Zweiten Weltkrieg während ihrer Zeit in einem Versteck Tagebuch geschrieben hat, zu besuchen. Vom 19. bis 21. September gastiert das Respekt-Camp auf der Weierwiese in Wil, welches vor allem Jugendliche anspricht. Am 20. September um 20.15 Uhr wird im Kino Passerelle in Wattwil der Film «Die grosse Reise» gezeigt. Diese erzählt die Geschichte eines Mannes, der mit seinem Sohn die Reise von Frankreich zur moslemischen Pilgerstätte Mekka auf sich nimmt. (sas)

Weitere Informationen zur IDA-Woche und die St. Galler Erklärung zum online unterschreiben finden Sie im Internet unter www.ida-sg.ch.