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Herisau korrigiert Versäumnis
in der Schule

Die Schulleitung ist seit längerem leicht unterbesetzt – die kantonalen Vorgaben werden nicht eingehalten. Die Gemeinde hat nun mit einer Pensenaufstockung reagiert.
Alessia Pagani

Die Schule Herisau hält seit längerer Zeit die kantonalen Weisung in Bezug auf die Schulleitung knapp nicht mehr ein. Diese schreibt abhängig von den Schülerzahlen ein bestimmtes Pensum der Schulleitung vor. Bis anhin bestand die Schulleitung mit Michael Häberli, Markus Stäheli und Marcel Hartmann aus drei Personen. Deren Pensen von insgesamt 275 Prozent reichten nicht mehr aus, um die Vorgaben des Kantons zu erfüllen. Nun hat der Gemeinderat Herisau aufgrund der Unterdotierung eine zusätzliche Stelle von 85 Prozent bewilligt. Die Stellenaufstockung ist unter anderem auch unter dem Gesichtspunkt nötig geworden, dass die Schülerzahlen in den kommenden Jahren weiter ansteigen werden.

Die Schülerzahl in Herisau wie jene im ganzen Kanton Ausserrhoden ist in den vergangenen sechs bis sieben Jahren tendenziell angewachsen. Momentan besuchen 1498 Schülerinnen und Schüler eine der Schulen in Herisau. Im Jahr 2021 werden es gemäss Gemeinderätin Annette Joos-Baumberger rund 150 Schüler mehr sein, also insgesamt 1648. «Die Stellenaufstockung ist sinnvoll, nicht nur wegen der steigenden Schülerzahlen sondern auch wegen der anspruchsvollen Arbeit eines Schulleiters», sagt die Vorsteherin des Ressorts Schule. Die kantonale Weisung nennt sie gerechtfertigt. «Die Schulleitung ist auch so noch immer gefordert.» Seit 13 Jahren steht Annette Joos-Baumberger der Schule vor. Diese habe sich in den vergangenen Jahren verändert. Durch das integrative Schulmodell und die Heterogenität der Klassen seien alle Beteiligten stärker gefordert.

2021 fehlen 96 Stellenprozent

Das Departement Bildung und Kultur schreibt gemäss Annette Joos-Baumberger für die Schulleitungen ein Sockelpensum von 35 Prozent vor. Hinzu kommt ein Pensum von 0,35 Prozent pro Schulkind. Gemäss den Vorgaben des Kantons für die minimalen Schulleitungspensen würden ab diesem Sommer 64 Stellenprozente und in zwei Jahren 96 Stellenprozente in der Schulleitung fehlen. Annette Joos-Baumberger ist sich bewusst, dass mit dieser Aufstockung um 85 Prozent die Gemeinde im Jahr 2021 wiederum die Vorgaben nicht einhalten kann. «Eine Unterbesetzung um wenige Stellenprozente können wir allenfalls mit dem Schulsekretariat auffangen» Herisau vermöge eine solche in der Schulleitung zu verkraften. Zudem überarbeitet momentan eine Arbeitsgruppe die kantonale Weisung. «Wir müssen erst abwarten, was dabei herauskommt», so Joos-Baumberger.

Alex Porta ist derzeit Schulleiter in Schönengrund und St. Peterzell. Nach der Lehre hat er die Ausbildung zum Primarlehrer absolviert. Nach sieben Jahren als Lehrperson hat er 2013 eine Stelle als Schulleiter angenommen und berufsbegleitend die dazugehörige Ausbildung absolviert. Alex Porta wird seine Tätigkeit in Herisau am 1. September aufnehmen.

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