Vermehrt Einsätze in Palliativpflege

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Stützpunktleitung Insgesamt hat die Spitex Bütschwil-Ganterschwil/Mosnang im vergangenen Jahr ganze 11203 Stunden häusliche Pflege geleistet, wie die Stützpunktleiterin Brigitte Brändle in ihrem Bericht ausführte. «Die Erwartungen von Spitälern an die Spitex steigen immer mehr», führte sie weiter aus. Immer schneller müsse die Spitex nach dem Spitalaufenthalt bereit stehen, um die Pflege zu Hause nahtlos zu gewährleisten.

Angehörigen benötigte Pausen ermöglichen

Doch die Anforderungen an die Spitex seien auch in anderen Bereichen komplexer geworden. So trete die Pflege in der Palliative Care immer häufiger in den Vordergrund. «In der Palliative Care geht es nicht mehr um die Heilung des Patienten, sondern darum, das Lebensende so angenehm wie möglich zu gestalten», führte sie aus. Die Mitarbeiterinnen der Spitex hätten ausserdem die Aufgabe, die Angehörigen optimal zu unterstützen, um diesen dringend benötigte Pausen in der Betreuung zu ermöglichen. Denn oft kämen Angehörige an ihre Grenzen. «Eine gute Vernetzung und somit eine enge Zusammenarbeit mit anderen Diensten nimmt an Bedeutung zu. Mit gemeinsamen Bemühungen ist es so oft sogar möglich, dass der Kranke zu Hause sterben kann.»

Wieder eine Tagesstruktur erarbeiten

Ein weiteres Schwerpunktthema sei die Pflege psychisch erkrankter Patienten. Diese Aufgabe nimmt laut der Stützpunktleiterin rasant zu. «Die vielfältigen und komplexen Krankheitsbilder stellen uns immer wieder vor grosse Herausforderungen.» Die psychisch erkrankten Patienten seien oft antriebslos und nicht mehr fähig, ihren Alltag zu bewältigen. Deshalb sei es wichtig, die Patienten so weit als möglich in die alltäglichen Verrichtungen mit einzubeziehen und mit ihnen wieder Tagesstrukturen zu erarbeiten. (masi)