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Verletzung setzt neue Energie frei

C-Kader-Mitglied Marco Fischbacher bereitet sich nach seinem Kreuzbandriss auf die neue Skisaison vor. Die Fortschritte sind erstaunlich, und er dürfte stärker zurückkommen, als er vor der Verletzung war.
Urs Huwyler
Der junge Skirennfahrer Marco Fischbacher wird bei den Stabilisationsübungen von seinem Physiotherapeuten beobachtet. (Bild: Urs Huwyler)

Der junge Skirennfahrer Marco Fischbacher wird bei den Stabilisationsübungen von seinem Physiotherapeuten beobachtet. (Bild: Urs Huwyler)

Beim FIS-Slalom in Wildhaus, also praktisch vor der Haustüre, zog sich Marco Fischbacher (Unterwasser) am 15. März einen Kreuzbandriss im linken Knie zu. «Die Verletzung war gravierender als angenommen. Die Operation ist erfolgreich verlaufen, und Marco sollte keine Einschränkungen haben», erklärte Sportarzt Pierre Hofer (Orthopädie St. Gallen) damals.

Sieben Monate später trainiert der Techniker wieder, als habe es den Kreuzbandriss nie gegeben. Ob Sprünge, Stabilisationsübungen oder Schnellkraft, Fischbacher scheint stärker denn je. Ruben Bemelmans, Sportphysiotherapeut und Sportwissenschafter am Sportgymnasium Davos, bestätigt den Eindruck. «Die Reha verlief von Beginn weg erfreulich. Marco muss nicht angetrieben, sondern eher gebremst werden», lobte der Sportmediziner seinen vor Energie strotzenden Schützling.

Fast täglich Aha-Erlebnisse

Während der ersten drei Monate stellten sich die Fortschritte nicht im erhofften Mass ein. Leichte Zweifel kamen auf, wie es weitergehe. Doch plötzlich folgten fast täglich Aha-Erlebnisse. Der Aufstieg ins C-Kader von Swiss Ski verlieh dem 19jährigen Toggenburger zusätzlichen Schub. «Es ist alles professioneller organisiert, ich werde einen eigenen Servicemann haben. Der Schritt nach oben war in jeder Beziehung wichtig.»

Den Aufstieg ins C-Kader hat mit Fastnachbar Josua Mettler auch ein Vereinskollege geschafft. Das ein Jahr jüngere Talent studiert ebenfalls im Sportgymnasium Davos. Das Duo wird im Winter oft gemeinsam unterwegs sein.

Geduld war gefragt

Wer das Kraftpaket in der Reha beobachtet, gewinnt den Eindruck, in den nächsten Tagen beginne für den Techniker ohne Rücksicht auf Verluste die Wettkampfsaison. «Je zwei Tage bin ich in Zermatt und Saas Fee frei Ski gefahren und habe mich dabei bestens gefühlt. Aber es braucht Geduld. Die Belastung zwischen den Stangen», weiss der Maturand im letzten Schuljahr, «wird eine andere sein als im Kraftraum oder in der Reha.»

Die ersten Rennen dürfte Marco Fischbacher Anfang Januar bestreiten. Priorität sollen weiterhin Slalom und Riesenslalom geniessen. Aber wie sein österreichisches Vorbild Marcel Hirscher – mit 1,73 Metern und 74 Kilogramm drei Zentimeter grösser und drei Kilo schwerer – schliesst die Nachwuchshoffnung mit den schweizerisch-österreichischen Wurzeln gegen Frühling Starts in den schnellen Disziplinen nicht aus. «Ich komme zwar stärker zurück als vor der Verletzung, doch zuerst muss ich alles auf Schnee umsetzen können.»

War der Kreuzbandriss im Nachhinein eher Segen als Fluch? «Eigentlich schon. Der Körper und der Kopf bekamen vor allem in der Anfangsphase Zeit, sich zu erholen. Danach war ein Aufbau von Grund auf möglich. Davon profitiere ich. Aber wie gesagt: Am Ende zählen die Resultate.» Trainingsweltmeister, fügt Ruben Bemelmans an, habe er in seinen Berufsjahren schon einige erlebt. Doch Marco Fischbacher traue er zu, dass ihm das Comeback gelingt.

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