Verkehrsverein Gais löst sich auf

GAIS. Mit Wehmut, aber auch dem Willen, eine neue Form der Tourismusförderung zu lancieren, hat sich die letzte Hauptversammlung der 83jährigen Institution auf dem höchsten Punkt der Gemeinde getroffen.

Hansueli Hilfiker
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Sie setz(t)en sich für den Tourismus in Gais ein (v.l.): Ueli Fitzi, Verfasser des zukünftigen Tourismuskonzepts, Peter Toggweiler, Marlies Waldmeier, Walter Zähner, Präsident, Werner Langenegger, Ursula Zwyssig, und Alfred Frehner. (Bild: pd)

Sie setz(t)en sich für den Tourismus in Gais ein (v.l.): Ueli Fitzi, Verfasser des zukünftigen Tourismuskonzepts, Peter Toggweiler, Marlies Waldmeier, Walter Zähner, Präsident, Werner Langenegger, Ursula Zwyssig, und Alfred Frehner. (Bild: pd)

Letzte Woche wurde, wie schon früher angekündigt, der Verkehrsverein Gais aufgelöst. Der einstimmige Beschluss ist die Folge der veränderten Situation in der Tourismusbranche. Nachdem der Gemeinderat Gais den neuen Strukturen, wie sie mit der Gründung der Appenzellerland Tourismus AG (Atag) geschaffen wurden, zugestimmt hatte, konnte der bisherige Verein «beerdigt» werden.

Man tat dies auf dem höchsten Punkt der Gemeinde, auf dem Gäbris. Verkehrsvereinspräsident Walter Zähner konnte an diesem herrlichen Sommerabend rund 40 der 121 Mitglieder im Oberen Gäbris begrüssen. Diese letzte Hauptversammlung war gekennzeichnet von ein bisschen Wehmut über die Aufgabe einer in dieser Form seit 1927 bestehenden Institution, aber auch vom Willen, eine neue Form der Tourismusförderung zu lancieren. So hat der Gemeinderat bereits für die Zukunft vorgesorgt.

Er beauftragte Ueli Fitzi, Projekt- und Event-Management Gais, mit der Erarbeitung eines Konzepts, das die für die Gemeinde verbleibenden Aufgaben auflisten soll. Dieses Konzept will der Gemeinderat im Herbst prüfen und dann einen Tourismusverantwortlichen samt Kommission wählen.

Bis dahin werden die Tourismusbelange noch vom alten Verkehrsvereins-Vorstand bewältigt.

Der Abend erhielt schliesslich noch eine feierliche Note: Nach einem vom Verkehrsverein offerierten Nachtessen war es an Martin Mösli, Brandschutzexperte, und Pierre River, ebenfalls von der Assekuranz Ausserrhoden, einerseits auf Brandgefahren im Haushalt und insbesondere beim Abbrennen von Feuerwerk aufmerksam zu machen. Andrerseits wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit einem professionell inszenierten rund viertelstündigen, grossartigen Feuerwerk erfreut. (hf)

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