Verkehrssicherheit
Auto und Skater prallen zusammen: Stuntmänner zeigen Schülern in Herisau, wie schnell ein Unfall passiert

Am Montagmorgen zeigte der TCS mit seinem Projekt «Tatort Schule» den Schülern, dass durch kleine Unaufmerksamkeiten schnell Unglück passieren kann. Zur anschaulichen Darstellung zeigen Stuntmänner Unfälle.

Elia Fagetti
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Die Stuntmänner sind geübte Profis.

Die Stuntmänner sind geübte Profis.

Bild: Lukas Pfiffner

Der Montagmorgen startet für die Schüler der Sekundarschule Herisau mit einem Spektakel. Nach einer kurzen Begrüssung in der Aula Ebnet West durch den Leiter von «Tatort Schule», Peter Iseli, und den Stuntman Marcel Stucki begeben sich alle vor die Aula und warten auf die Vorführung. Das Projekt wurde vor zwei Jahren in Bern zum ersten Mal durchgeführt. Seither wird es an fünf Orten vorgestellt.

Die Schüler schauen gespannt den Stunts zu.

Die Schüler schauen gespannt den Stunts zu.

Bild: Elia Fagetti

Schon letzte Woche waren die Stuntmänner um Marcel Stucki in Herisau zu Gast. Kurz vor der Ansprache durch Iseli bereiten sich die professionellen Verunfaller vor. Sie ziehen ihre Schutzausrüstung an. Dabei ist zu sehen, dass vor allem Polsterung sehr wichtig ist. Schliesslich stellen sich die Stuntmänner nicht ungefährlichen Situationen, auch wenn diese schon oft geübt und durchgespielt wurden. Nervös scheinen sie nicht zu sein. Auch wenn einer nach mehr Schutzkleidung fragt. Dann begibt sich Marcel Stucki zusammen mit Peter Iseli in die Aula für die Einführung.

Das Auto ist nicht strassentauglich, deswegen muss die Polizei die Strasse absperren.

Das Auto ist nicht strassentauglich, deswegen muss die Polizei die Strasse absperren.

Bild: Elia Fagetti

Die Männer bringen sich in Position. Stucki ruft den beiden anwesenden Polizisten zu, sie sollen die Strasse sperren und dann geht es los. Ein Skateboarder fährt los und hält wieder an. Er stülpt sich die Kopfhörer über den Kopf. Doch sein Board, das er kurz nicht beachtet, «verabschiedet sich» von ihm und rollt los. Plötzlich kommt ein Kickboardfahrer auf der Strasse herangefahren. Es geht schnell, das Kickboard fährt über das Skateboard und der Fahrer liegt im Gras. Doch es geht noch weiter. Ein Auto kommt um die Kurve, als der Skater versucht, sein Board zu holen. Mitten auf der Strasse prallen Auto und Skater zusammen. Der Angefahrene fällt zu Boden. Während der Autofahrer die Türe öffnet und aussteigt, weil er nach dem verunfallten Skateboarder schaut, kommt ein Velofahrer die Strasse heruntergefahren und prallt in die geöffnete Autotür. Damit ist die Vorstellung beendet. Die Schüler geben klatschend Beifall. Nach weniger als zwei Minuten ist der Spass vorbei.

Peter Iseli (links) und Marcel Stucki.

Peter Iseli (links) und Marcel Stucki.

Bild: Elia Fagetti

Zurück in der Aula befragt Stuntman Stucki die Schüler nach der Ursache der Unfälle. «Der mit dem Skateboard ist schuld» ist aus der Menge zu hören. Der erfahrene Stuntman bestätigt, dass Musikhören zu gefährlichen Situationen führen kann. Nachdem Stucki Fragen gestellt und den Schülern die Situation erklärt hat, spricht kurz der Projektleiter Peter Iseli zu den Schülern. Im Anschluss dazu begaben sie sich in vier Workshops, die von den Stuntmännern geleitet wurden. Darin lernten sie die Grundlagen der Strassensicherheit. Es ging um Themen wie Ablenkung, Reaktionszeit, Anhalteweg, Vorbeugen und Unfallfolgen. Durch Filme wurde das Theoretische anschaulich ergänzt und es wurde über die Themen diskutiert.

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