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VERKEHRSCHAOS: Verkehrslösung am Nadelöhr Ricken bleibt Utopie

Kaum schneit es heftiger, stehen am Ricken Lastwagen und Autos quer und blockieren den Verkehr. Das Problem ist bekannt – eine Lösung war angedacht, wurde aber auf Eis gelegt. Sie wäre viel zu teuer.

Die Verkehrsprobleme am Ricken dürften auch diesen Winter nicht lange auf sich warten lassen: Fällt der Schnee etwas stärker, geraten Lastwagen oder Autos ins Rutschen und bleiben am Berg stecken. Die Folge: Stundenlang blockierte Strassen, grosse Rückstaus – ein Verkehrschaos. Problemzonen sind die Anstiege von Uznach, Kaltbrunn oder Neuhaus Richtung Ricken – vor allem aber die steile Strasse nach dem Umfahrungstunnel Wattwil. Dort sorgten in Vergangenheit vorwiegend Lkw-Chauffeure, die noch mit Sommerpneus unterwegs waren, für unliebsame Kettenreaktionen. Die Lösung scheint simpel: Ein Kettenobligatorium für Lastwagen über den Ricken, bei Schneefall. Elektronisch geschaltete Infotafeln bei allen vier Zufahrten sollten Lkw-Chauffeure frühzeitig auf die Kettenpflicht hinweisen.

Vor zwei Jahren hegten die zuständigen Strassenkreisinspektoren sowie die Polizei leise Hoffnung, dieses Konzept heuer umsetzen zu können. Die Idee: Im Zuge der Sanierung der Umfahrung Wattwil, die bis Herbst über die Bühne ging, hätten solche Infotafeln installiert werden können (die «Südostschweiz» berichtete). Nach diesen Tafeln hält man indes bis heute vergeblich Ausschau.

Lösung würde Millionen kosten

«Ein ewiges Thema, dieses Konzept steckt leider immer noch in den Kinderschuhen», betont Martin Manhart vom Strassenkreisinspektorat Schmerikon. Die Idee von zentral geschalteten Infotafeln wurde zwar abgeklärt, aber letztlich nicht weiterverfolgt. Denn: «Diese Variante ist sehr teuer, sie würde Millionen kosten.» Grund: An allen vier Zufahrten über den Ricken müssten nicht nur frühzeitig Infotafeln, sondern auch Stauräume eingerichtet werden. Dies, damit den Lkw-Chauffeuren genügend Platz zur Verfügung steht, um die Schneeketten an- und abzumontieren. Polizei und Strasseninspektoren sind sich einig: Im Vergleich zum Nutzen lasse sich eine so teure Massnahme nicht rechtfertigen. Im Schnitt komme es pro Winter nur etwa fünfmal zu ei-nem Verkehrschaos am Ricken. Eine griffige Lösung für das Problem wäre wünschenswert, betonen die Involvierten – ein finanzierbares Rezept bleibt aber wohl ein Wunschtraum.

Roland Lieberherr

redaktion

@toggenburgmedien.ch

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