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Verkauf von frischem Brot verboten

Damals

Vor 100 Jahren

10. November: Neutoggenburg. Es herrscht vielerorts die irrige Auffassung, dass das Brot wieder frisch verkauft werden dürfe und werden bezügliche Begehren an die Bäcker gestellt. Um Strafklagen zu vermeiden, wird neuerdings auf Art. 1 des Bundesgerichtsbeschlusses vom 18. Juni 1917 aufmerksam gemacht, lautend: «Gross- und Kleinbrote mit Einschluss jeden Hefenbäcks, d.h. das mit Sauerteig oder Presshefe getriebene Gross- und Kleingebäck (Kuchen ausgenommen), darf frühestens am zweitnächsten Tag nach dessen Erstellung, also jeweils frühestens «übermorgen» in den Verkehr oder zum Verkauf überhaupt zur Abgabe gelangen. Manipulationen irgendwelcher Art zur Auffrischung des Brotes, wie z. B. das Aufwärmen, sind verboten. Die Bestimmungen dieses Beschlusses gelten auch für das Gebäck, das aus von Kunden geliefertem Mehl erstellt wird. Uebertretung dieser Bestimmungen wird mit Busse bis auf Fr. 20000 oder Gefängnis bis zu drei Monaten bestraft. Die Gemeinderäte des Bezirkes Neutoggenburg,

14. November: Bütschwil. Aus Bütschwil wird uns geschrieben: Im Alter von 70 Jahren starb hier Herr Gemeindeammann und Bezirksgerichtspräsident Josef Rutz. Während vollen 30 Jahren stand er der Gemeinde als Ammann vor und das während annähernd derselben Zeitspanne auch im Bezirksgerichte, das er seit 14 Jahren nun präsidierte. Daneben durchlief er fast sämtliche Chargen, die Gemeinde und örtliche Gesellschaften zu vergeben hatten. Ueberall stellte er seinen ganzen Mann. Vorbildlicher Fleiss und Gewissenhaftigkeit verbanden sich bei ihm mit klarem Rechtsbewusstsein und aufopfernder Hingabe an Amt und Pflicht. Im Militär brachte er es zum Range eines Hauptmanns der Artillerie und war er bei Vorgesetzten und Untergebenen gleich geschätzt und geachtet. Von seinem Vater, dem früheren Ammann von Degersheim ging eine freiheitliche Weltanschauung auf ihn über und stand der Verstorbene namentlich in jüngeren Jahren der freisinnigen Partei nahe. Mit ihm steigt ein um Gemeinde und Bezirk viel verdienter Amtsmann und guter Bürger ins Grab.

Vor 50 Jahren

10. November: Malariamücken im Toggenburg. Südlich, etwas ausserhalb Bütschwil, liegt in einer teilweise bewaldeten Mulde nahe beim Dorfbach der Zuckermattenweiher. Ein etwa acht Millimeter langes Tierchen, das seinen Körper schnellend hufeisenförmig krümmt und streckt und durch diese hastigen Schwimmbewegungen auffällt, bleibt in waagrechter Stellung unter dem Wasserspiegel stehen. Zu Hause betrachte ich es unter dem Mikroskop bei zehnfacher Vergrösserung. Es ist die Larve der Malariamücke mit dem wissenschaftlichen Gattungsnamen Anopheles. Die Malaria- oder Fiebermücke war namentlich in früheren Jahrhunderten eine wahre Geissel der Menschheit. Laut einer besonderen Verbreitungskarte zählt das Toggenburg zu den fiebermückenfreien Gegenden. Die nun gegenteilige Feststellung ist kein Anlass zur Beunruhigung. Das Insekt allein ist ein lästiger Plaggeist, aber verhältnismässig harmlos. Immerhin ist es interessant zu wissen, dass die Fiebermücke Anopheles im Toggenburg zur einheimischen Fauna gehört. Bisherige Fundstellen sind nicht nur der Zuckenmattweiher bei Bütschwil, sondern auch pflanzenreiche Weiher und Tümpel bei Krinau, Furth-Brunnadern, Heiterswil und Hemberg. Dem Schweizerischen Tropeninstitut, als interessierter Stelle, wurde der Fund gemeldet.

Vor 20 Jahren

12. November: Ebnat-Kappel. Unter dem Namen «Toggenburgertage» findet im Hotel Kapplerhof eine Veranstaltung mit verschiedenen Referaten und Präsentationen regionaler Produkte statt. «Die Liebe zum Toggenburg geht auch durch den Magen», erklärt Markus Hobi. Toggenburger Landwirtschaftsprodukte sollen auf breiter Basis gefördert werden. Zu diesem Zweck werden Referate von der Regierungsrätin Rita Roos-Niedermann, von Hans Müller, Bauernsekretär aus Flawil, von der Beauftragten für Öffentlichkeitsarbeit Agnes Schneider und von Reinhard Lechner zum Thema Gastgewerbe zu hören sein. Weitere Anwesende sind Vorstandsräte der Gastro St. Gallen und Vertreter der bäuerlichen Bezirksvereinigung Toggenburg. Ziel der Veranstaltung soll die Aufnahme von Diskussionen auf breiter Basis sein, dazu sind auch Interessierte eingeladen, die nicht in der Gastronomie, dem Detailhandel oder der Landwirtschaft tätig sind. Für diese Berufsleute besteht allerdings die Gelegenheit, neue Kontakte und Geschäftsbeziehungen zu knüpfen.

Vor 10 Jahren

9. November: Obertoggenburg. Die Botschaft aus St. Gallen ist klar: Wenn die drei grossen Bergbahnunternehmen im obersten Toggenburg nicht fusionierten oder klare Fusionsabsichten auf den Tisch legen, fordert der Kanton St. Gallen Investitions-Gelder zurück. Bis Ende 2008 hat der Kanton St. Gallen den Bergbahnen Wildhaus AG, den Bergbahnen Unterwasser-Iltios-Chäserrugg BUIC AG und den Sportanlagen Alt St. Johann-Selamatt AG Zeit gegeben, um zu fusionieren. Schon seit einiger Zeit steht eine Fusion dieser Unternehmen im Raum, 2006 wurde die Gespräche über einen Zusammenschluss ausgesetzt. Im Herbst wurde nun der Verein Bergbahnen Toggenburg BBT gegründet. Dessen Zweck ist einerseits, die bestehende Kooperation zwischen allen fünf Gesellschaften – zu den drei grossen kommt noch die Skilift Espel AG und die Stöfeli AG – zu vertiefen und zu stärken. Andererseits steht als Fernziel die Fusion der Gesellschaften in den Statuten niedergeschrieben. Dies genügt dem Kanton St. Gallen nicht, er hält an einer Fusion bis Ende 2008 fest. «Sollte bis dann in der Fusionsfrage kein Ergebnis erzielt werden, behält sich das Volkswirtschaftsdepartement eine Rückforderung der Darlehen vor», schreibt der Kanton St. Gallen in einer Medienmitteilung.

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