Vereint für eine Sportanlage

Der Verein Regionale Sportanlage Rickenhof informierte am Samstag in Wattwil an einer Standaktion über die Vorteile der geplanten Sportstätte. Am 25. November stimmen die Einwohner über die notwendige Umzonung des Gebietes ab.

Jesko Calderara
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WATTWIL. Am 25. November entscheiden die Stimmbürger Wattwils über die Teilzonenpläne Rickenhof 1 und 2. Diese ist eine Voraussetzung für die Realisation der geplanten Regionalen Sportanlage. Das Pro-Komitee, organisiert im Verein Regionale Sportanlage Rickenhof (VRSR) mit rund 450 Mitgliedern, informierte am Samstag an einer Standaktion auf dem Bräkerplatz über das Vorhaben. «Es ist wichtig, in der Öffentlichkeit präsent zu sein, um unser Anliegen zu verkaufen», sagt VRSR-Vorstandsmitglied Flurin Schmid. Ihre Absicht sei es, allfällige Missverständnis auszuräumen. So gehe es vorerst nur um die Umzonung, erst in einem zweiten Schritt werde dann über das konkrete Projekt entschieden, erklärt er. «Jedoch ist die Zustimmung zu den Teilzonenpläne entscheidend, wie es weiter geht.»

Sportvereine kämpfen für ein Ja

Zugunsten einer regionalen Sportanlage engagieren sich zahlreiche Vereine und Einzelsportler, am Infostand waren etwa Spieler des FC Wattwil Bunt, der Langläufer Christoph Eigenmann oder Volleyballerinnen von Volley Toggenburg anwesend. Als Mitglied des Tischtennisclubs Toggenburg kämpft Christian Widmer für ein Ja am 25. November: «Die Solidarität und die Bereitschaft zur Mitarbeit ist unter den Vereinen hoch.» In Wattwil gäbe es ein vielfältiges Vereinsleben. Diese seien jedoch auf genügende Trainingsmöglichkeiten angewiesen, sagte er. «Für uns im Tischtennisclub ist es nicht immer einfach, freie Räume zu erhalten.» Sie wären potenzielle Mitbenutzer einer Sportanlage im Gebiet Rickenhof. Heute dagegen müsse man die engen Platzverhältnisse in den Schulgemeinden beachten. «Eine Zentrumsgemeinde wie Wattwil benötigt eine Sportanlage von regionaler Ausstrahlung», zeigt sich Christian Widmer überzeugt. Nicht nur die Sportvereine, sondern vor allem auch die Schulgemeinde Wattwil sei auf zusätzliche Räumlichkeiten angewiesen, ergänzt Flurin Schmid, der nach einer Bürgerversammlung dem Pro-Komitee beigetreten ist. Er betont, dass sich mit dem Bau der Anlage das Platzproblem lösen liesse.

Für die Befürworter komme als Standort nur das Gebiet im Rickenhof in Frage, nicht zuletzt, weil es verkehrstechnisch ideal gelegen sei, erklärt Christian Widmer. «Nach einer umfangreichen und detaillierten Evaluation hat man sich für diese Lösung entschieden.» Daran gäbe es nichts mehr zu rütteln.

Eher positive Stimmung

Über den Ausgang des Volksentscheides im November möchte Christian Widmer nicht spekulieren. «In den Gesprächen mit den Leuten auf der Strasse nehme ich zwar eher eine positive Stimmung war.» Jedoch sei schwierig abzuschätzen, wie die schweigende Mehrheit sich entscheiden werde, erläutert Christian Widmer.

Sie wollen deshalb bis zum Abstimmungstag mit zahlreichen Standaktionen auf ihre Anliegen aufmerksam machen. Die Umzonung sehen die Mitglieder des VRSR als ein Zwischenziel, denn erst mit dem Bau der Sportanlage wäre das Anliegen des Vereins erreicht.