Vereinsreise ins Südtirol

Es war ein trüber Morgen am Samstag, 5. September, als 24 Mitglieder des Kirchenchors Cäcilia Mosnang ihre Vereinsreise ins Südtirol antraten. Zu Beginn der Fahrt stellte Kaplan Marjan Marku mit besinnlichen Gedanken die Reise unter den Schutz Gottes.

Ruedi Graf
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Mitglieder des Kirchenchores posieren vor dem Reschensee. (Bild: pd)

Mitglieder des Kirchenchores posieren vor dem Reschensee. (Bild: pd)

Es war ein trüber Morgen am Samstag, 5. September, als 24 Mitglieder des Kirchenchors Cäcilia Mosnang ihre Vereinsreise ins Südtirol antraten.

Zu Beginn der Fahrt stellte Kaplan Marjan Marku mit besinnlichen Gedanken die Reise unter den Schutz Gottes. Über den Ricken und dem Walensee entlang und durch das Prättigau wurde bei strömendem Regen Klosters erreicht, wo mit Kaffee, Gipfel und Jasskarten die ersten Grundlagen für die nächsten Stunden gelegt wurden. Bei der Weiterfahrt in Richtung Davos-Flüelapass zeigte sich das Wetter je länger, je trostloser, bald fielen die ersten Schneeflocken und weil sich die Passhöhe im Schnee und dichtem Nebel quasi versteckte, wurde auf den Halt verzichtet. So erreichte man etwas früher als geplant den Ofenpass, wo in der heimeligen Arvenstube des Pass-Restaurants Süsom Givè das Mittagessen eingenommen wurde.

Durch das Münstertal und vorbei am Kloster Müstair gelangte die Gesellschaft bald in den oberen Vinschgau, wo dem Benediktinerstift Marienberg, welches oberhalb von Burgeis liegt und als höchstgelegenes Benediktinerkloster Europas gilt, ein ausführlicher Besuch abgestattet wurde. Pater Peter erläuterte mit grossem Wissen die jahrhundertealte Geschichte des Klosters und stellte die reichen Kunstschätze in der sehr sehenswerten Klosterkirche vor. Anschliessend führte die Fahrt durch den Vinschgau nach Laas, wo der Dorffriedhof mit seinen schneeweissen Grabmälern besichtigt wurde. Kurz darauf versammelten sich die Sängerinnen und Sänger in der Wallfahrtskirche Maria Lourdes ausserhalb von Laas, wo Kaplan Marjan Marku einen Gottesdienst feierte, welcher vom Chor unter der Leitung von Christa Meile mit der berührenden volkstümlichen «Lechthaler Messe» umrahmt wurde. Bei der Weiterfahrt nach Schlanders bildeten die überaus reich behangenen Obstkulturen auf beiden Seiten der Strasse eine besondere Augenweide. Im Landgasthof Anna in Schlanders bezogen die Kirchenchörler ihre Zimmer und stärkten sich dann mit einem Nachtessen. Recht freundlich und sonnig zeigte sich der Sonntagmorgen, welcher seinem Namen somit alle Ehre machte. Erster Etappenort war der Reschen-Stausee mit dem aus dem Wasser ragenden ehemaligen Kirchturm des Dorfes Graun, welches zusammen mit dem benachbarten Dorf Reschen im Sommer 1950 unter Wasser gesetzt wurde. Die Umstände, welche zum Aufstau des Sees geführt haben, sowie das aus heutiger Sicht absolute diktatorische Vorgehen der italienischen Behörden und deren Umgang mit den Bewohnern waren kein Ruhmesblatt. Heute bildet der See mit seinem viel- bestaunten und vielfotografierten Wahrzeichen eine eigentliche Touristenattraktion, welche aber doch den einen oder anderen Gedanken hervorruft. Dann ging die Fahrt durch das Oberinntal weiter bis Landeck, wo im Hotel Schrofenstein das Mittagessen eingenommen wurde. Nach der Weiterfahrt wurde das Wetter je länger, je schlechter, so dass man ohne weiteren Verzug in Richtung Heimat strebte. Beizeiten am Nachmittag hatte Mosnang seine Sängerinnen und Sänger wieder. Allseitig sagte man gut gelaunt Tschau und verabschiedete sich voneinander.