VEREINBARUNG: Spitäler arbeiten enger zusammen

Das Spital Herisau kooperiert künftig mit der Klinik Stephanshorn auf dem Gebiet der Gefässchirurgie. Für die Patientinnen und Patienten hat dies mehrere Vorteile.

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Ärztekader des Departements für Chirurgie am Spital Herisau mit Chefarzt René Fuhrimann (vordere Reihe, Mitte) sowie Wolfgang Nagel, Leitender Arzt (vordere Reihe, 2. von rechts). (Bild: PD)

Ärztekader des Departements für Chirurgie am Spital Herisau mit Chefarzt René Fuhrimann (vordere Reihe, Mitte) sowie Wolfgang Nagel, Leitender Arzt (vordere Reihe, 2. von rechts). (Bild: PD)

Die Klinik Stephanshorn in St. Gallen und das Spital Herisau bauen gemäss einer Medienmitteilung die bestehende Zusammenarbeit im Bereich der Gefässchirurgie aus. Dies, nachdem bereits eine Kooperation im Bereich der Thoraxchirurgie besteht. Sämtliche Patienten im interkantonalen Einzugsgebiet werden durch ein Ärzteteam unter der Leitung von Wolfgang Nagel je nach Diagnose im Spital Herisau oder an der Klinik Stephanshorn behandelt. Eingriffe, die eine spezielle Infrastruktur benötigen, werden mit Beteiligung von Ärzten des Spitals Herisau an der Klinik Stephanshorn durchgeführt.

Gefässerkrankungen nehmen stark zu. Verantwortlich sind die demographische Entwicklung mit steigender Lebenserwartung, die ungesunde Ernährung, der Bewegungsmangel und das Rauchen. Um auf die steigende Zahl von Gefässerkrankungen zu reagieren und den Patienten eine vollumfängliche Behandlung zu bieten, arbeiten auch hier das Spital Herisau und die Klinik Stephanshorn enger zusammen.

Die Gefässchirurgie ist ein spezialisiertes medizinisches Fachgebiet. Das gefässmedizinische Spektrum ist sehr breit und beinhaltet alle Wahl- und Notfalleingriffe an Arterien und Venen. Gefässchirurgen befassen sich mit der Abklärung und chirurgischen Behandlung aller Gefässerkrankungen oder Verletzungen an kleinen oder grossen Blut­gefässen. Dies geschieht in Zusammenarbeit mit Experten der Neurologie, Angiologie, Nephrologie und der interventionellen Radiologie. Hauptgebiete sind Eingriffe an der Halsschlagader, der Hauptschlagader und an ­peripheren Gefässen (Krampfadern, Beinarterienverschluss). Dazu gehört auch die Möglichkeit der Schaffung von Zugängen zur Dialyse (Blutwäsche). Fachleute aus den Bereichen Radiologie, Angiologie, Nephrologie, Pneumologie und Neurologie stehen sowohl am Spital Herisau auch als auch in der Klinik Stephanshorn zur Verfügung. Das Spital Herisau kann durch diese Kooperation das medizinische Angebot im Bereich der spezialisierten Grundversorgung und der Gefässchirurgie erweitern und für die Bevölkerung eine kompe­tente, wohnortsnahe Versorgung sicherstellen. (pd)