«Verein auf Vordermann bringen»

Der Verein IG Tourismus Neckertal reorganisiert sich, ändert den Namen und erneuert den Vorstand. Neuer Präsident wird Adolf Fäh, früherer Gemeindepräsident von Brunnadern. Der Verein muss neu die touristischen Aufgaben erledigen, die die Geschäftsstelle des Naturparks bewältigte.

Martin Knoepfel
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Der neue Vorstand von Neckertal Tourismus mit Anny Bleiker, Barbara Aebli, Maria Raschle und Stefani Basci (sitzend, von links) sowie Beat Starkenmann, Thomas Mutti, Daniel Koller, Adolf Fäh und Stefan Hochreutener (stehend, von links) hat sich viel vorgenommen. (Bild: Martin Knoepfel)

Der neue Vorstand von Neckertal Tourismus mit Anny Bleiker, Barbara Aebli, Maria Raschle und Stefani Basci (sitzend, von links) sowie Beat Starkenmann, Thomas Mutti, Daniel Koller, Adolf Fäh und Stefan Hochreutener (stehend, von links) hat sich viel vorgenommen. (Bild: Martin Knoepfel)

BRUNNADERN. Die IG Neckertal-Tourismus streicht das IG aus ihrem Namen, organisiert sich neu und erneuert den Vorstand teilweise. Ihr Zweck bleibt die Förderung des Tourismus im Tal, wobei sie künftig fähig sein muss, sämtliche Aufgaben im Bereich der Tourismusförderung wahrzunehmen. Einen Teil dieser Aufgaben hatte die mittlerweile abgewickelte Geschäftsstelle des Naturparks Neckertal erledigt.

So soll etwa das Schau- und Probiernetz Neckertal weitergeführt werden, ebenso – sofern machbar – der Geschenkgutschein Neckerthaler. Am Montagabend versammelten sich die Delegierten des Vereins Neckertal-Tourismus in Brunnadern.

Den Rechenschaftsbericht des scheidenden Präsidenten Daniel Koller genehmigten sie mit Applaus. Dieser sprach von einem Jahr mit Höhen und Tiefen. Seinen Ärger über das Nein zum Naturpark verhehlte er nicht. «Die unsachlichen Argumente der Gegner ärgern mich noch heute. Die Zusammenarbeit mit dem Naturpark brachte dem Tourismus nur Vorteile», sagte er. So habe man 2014 mit Geldern aus dem Naturpark dem Necki- und dem Kulturweg neues Leben eingehaucht, sagte Daniel Koller. «Allein hätten wir uns das nicht leisten können», doppelte Adolf Fäh nach.

«Zwei Jahre»

Die Reorganisation von Neckertal Tourismus bleibt nicht beim Namenswechsel stehen. «Wir haben im Vorstand gesagt, jemand muss das machen, der mehr Zeit hat», sagte Adolf Fäh, der zum neuen Präsidenten gewählt wurde. Er übernehme das Amt für zwei Jahre, um den Verein auf Vordermann zu bringen.

Der Vorstand arbeitet künftig im Ressortsystem. Sonst hätte er das Präsidium nicht übernommen, sagte Adolf Fäh. Zudem wurden die Statuten angepasst, um bei der Zusammensetzung des Vorstands flexibler zu sein (siehe Kasten). Auf Wunsch von Gemeindepräsidentin Vreni Wild wurden die Statuten so präzisiert, dass die Politische Gemeinde Neckertal als grösster Zahler immer im Vorstand vertreten ist.

Die Politischen Gemeinden Oberhelfenschwil und Schönengrund sowie der Verkehrsverein Oberhelfenschwil wollten nicht Mitglied werden. Ideal wäre es, wenn alle Verkehrsvereine aus dem Perimeter des Naturparks dabei wären, sagte Adolf Fäh. Es gab keine Diskussion über die Reorganisation des Vorstands, die Wahlen, die Namens sowie die Statutenänderung.

Ja zu Budget und Rechnung

Die Rechnung 2014 und das Budget 2015 gaben ebenfalls keinen Anlass zu Kontroversen. Die Rechnung 2014 schliesst bei Einnahmen von 50 793 Franken mit einem Defizit von 663 Franken. Unter anderem wurde für Wanderungen und Wanderangebote weniger ausgegeben als veranschlagt. Für dieses Jahr habe man vorsichtig budgetiert, sagte die Kassierin, Anny Bleiker. Sie erwartet bei Einnahmen von 43 000 Franken eine rote Null. Die Politische Gemeinde Neckertal zahlt wieder 25 000 Franken. 10 000 Franken sind als Gemeindebeiträge an Projekte budgetiert. Projekte fürs ganze Tal würden nur realisiert, wenn die anderen Gemeinden daran beitrügen, sagte Adolf Fäh. Ein Beispiel ist der geplante Flyer für die Kneippwege in Hemberg und Oberhelfenschwil. «Wir werden sehen, ob die Gemeinden Wort halten».

Adolf Fäh informierte über den Stand beim Projekt Baumwipfelpfad. Der Pfad führt durch drei Waldtypen und wird aus gebogenen Holzelementen bestehen, die auf Stelzen stehen und ähnlich den Schienen der Brio-Bahn verbunden werden. Vorgesehen sind drei Aussichtspunkte sowie zwei Stellen, an denen man auf dem Seil balancieren kann, und eine Rutschbahn.

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