Verbindlicher kantonaler Waldplan tritt in Kraft

Die Ausserrhoder Regierung hat den Waldplan genehmigt und auf den 1. Januar in Kraft gesetzt. Dieser ist vergleichbar mit einem Richtplan für den Wald und ist als Planungsinstrument behördenverbindlich.

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HERISAU. Das Ausserrhoder Waldgesetz schreibt die Erarbeitung eines kantonalen Waldplans vor. Dieser bildet für den Forstdienst gemäss einer Mitteilung der Kantonskanzlei eine wichtige Grundlage unter anderem bei der Beratung der Waldeigentümerinnen und Waldeigentümer sowie für die Gewährleistung einer transparenten forstrechtlichen Bewilligungspraxis. Auch diene er der Kontrolle der Nachhaltigkeit. Die Umsetzung der Waldplanung wird mehrheitlich unter Federführung des Forstdienstes erfolgen.

Periodisch überprüfen

Der Regierungsrat hat nun den kantonalen Waldplan genehmigt. Er tritt am 1. Januar 2013 in Kraft und wird gemäss Mitteilung periodisch überprüft. Er ist als Planungsinstrument behördenverbindlich.

Multifunktionaler Wald

Der Ausserrhoder Wald erbringt mehrere Leistungen gleichzeitig; er ist multifunktional. Der Waldplan gewichtet die Vorrangfunktionen «Holznutzung», «Schutz vor Naturgefahren», «Biologische Vielfalt» und «Erholung» und hält diese auf dem Plan der Waldfunktionen fest. Er umfasst einen Textteil sowie den Plan der Waldfunktionen. Im Textteil werden übergeordnete Waldziele, kantonale Grundsätze der Waldbewirtschaftung sowie für ausgewählte Themenbereiche Massnahmen zur künftigen Bewirtschaftung festgesetzt.

Der Waldplan wurde vom Oberforstamt unter Mitwirkung der Waldeigentümer sowie der interessierten Amtsstellen und Verbände erarbeitet. Vom 17. September bis zum 17. Oktober wurde er öffentlich bekanntgemacht; die Bevölkerung war dabei eingeladen, sich zu den Entwürfen zu äussern. (kk)

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