Verbesserungspotenzial erkannt

Ein Publitaxi soll das Verkehrsangebot innerhalb Teufens verbessern. Gleichzeitig wird der Gemeinde bei einer Umfrage über die Einwohnerzufriedenheit ein sehr gutes Zeugnis ausgestellt, wie an der Orientierungsversammlung bekannt wurde.

Daniel Thür
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Teufen. Es musste wohl am schönen Wetter gelegen haben: Nur knapp 40 Personen fanden an diesem Mittwochabend den Weg in den Lindensaal, Mitglieder der Gemeindeverwaltung inklusive.

Erst präsentierte Vizegemeindepräsident Jean Sacchet die Gemeinderechnung, die mit einem erfreulichen Überschuss von 4,2 Millionen Franken abschloss. Dieser soll nun für zusätzliche Abschreibungen eingesetzt werden.

Publitaxi für Teufen

Danach kam die Abstimmungsvorlage des Publitaxis vom 11. April zur Sprache. Gallus Hengartner, Leiter Ressort Betriebe, erklärte, dass damit das Verkehrsangebot innerhalb Teufens verbessert werden soll. «Das Publitaxi wird keine Konkurrenz, sondern eine Ergänzung zum Öffentlichen Verkehr sein», so Hengartner. Angesprochen vom Angebot sind ältere Menschen und solche, die ausserhalb der Kernzone wohnen. Mit dem Publitaxi werden diese zum ÖV oder zu Geschäften innerhalb Teufens gefahren.

Eine Fahrt von A nach B kostet sieben Franken, das Taxi soll innert 30 Minuten nach dem Anruf zur Verfügung stehen. Kostenpunkt für die Gemeinde: 82 000 Franken im Jahr, wobei eine Versuchsphase von zwei Jahren angesetzt ist. «Obwohl dieser Betrag noch in der Finanzkompetenz der Gemeinde liegt, wollen wir die Stimmberechtigten darüber entscheiden lassen, ob es künftig ein Publitaxi gibt», so Hengartner.

Zufriedenheitsanalyse

Gespannt wurden auch die Erläuterungen zur Einwohnerzufriedenheit erwartet. Die Gemeinde hatte zu deren Erhebung 4230 Fragebogen verschickt, 958 kamen ausgefüllt zurück. Anhand der Auswertungen, die gemacht wurden, ergibt sich ein sehr positives Bild für Teufen. Betriebsökonom Marcel Schöni von der Firma Forrer Lombriser& Partner, welche die Analyse machte, stellte die Resultate vor.

Gefragt war die Meinung zu Gemeindeverwaltung, Steuer- und Verkehrssituation, Sozialen Diensten oder Schule. Insgesamt bekommt die Gemeinde ein sehr gutes Zeugnis ausgestellt.

Leichte Verbesserungen könne man beispielsweise bei den Öffnungszeiten der Gemeinde anstreben. Die Sicherheit der Schulwege und die Förderung von Jugendprojekten wurden ebenfalls thematisiert.

«Auch wenn die Gemeinde mit den Resultaten auf einem guten und hohen Niveau der Zufriedenheit abschliesst, bedeutet das nicht, dass nichts gemacht werden könnte», erklärte Schöni die Analyse.

Nach der Präsentation erläuterten die Ressortleiterinnen und leiter der Gemeinde, was in ihrem Bereich schon verbessert wurde und was noch in der Planung steht.

Gemeindepräsident Frey beispielsweise wollte von den Anwesenden wissen, ob die Gemeinde einen Abend pro Woche oder einen Samstag im Monat zusätzlich offen bleiben sollte. Die Bedürfnisse hätten sich auch in dieser Hinsicht verändert, so Frey. Die Anwesenden sprachen sich eindeutig für eine längere Öffnungszeit an einem Abend in der Woche aus.

Renovation Front-Office

Den Abschluss der Traktanden bildete die Information über das geplante Bauvorhaben «Front-Office» im Gemeindehaus. Der Baubeginn ist auf die Herbstferien angesetzt. Während der Bauphase müssen die Büros teilweise ausgelagert werden.

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