Verbände und Organisationen

Drucken
Teilen

Volksmusik Die Appenzellermusik darf für sich in Anspruch nehmen schweizweit die eigenständigste und bekannteste Volksmusik zu sein. Dies verpflichtet sie, diesem Kulturgut Sorge zu tragen und sich für deren Fortbestand einzusetzen. Verschiedene Organisationen setzen sich dafür ein, welche stellvertretend vorgestellt werden.

Das Zentrum für Appenzellische Volksmusik im Roothuus Gonten ist kein Museum, sondern ein Dienstleistungsbetrieb für die Appenzellermusik. Die hauseigene Bibliothek umfasst über 1500 Bücher und Schriften und gilt somit als grösste derartige Fachbibliothek der Schweiz. Hinzu kommt eine umfangreiche Liederbuchsammlung. Im Blickpunkt stehen das Appenzeller Liedgut sowie die Förderung der Appenzeller Volksmusik und der Jungformationen. Neben Archivierung und Dokumentationen betreibt das Zentrum auch (Feld-) Forschung. Mehrere Publikationen liegen bereits vor.

In der Naturjodelvereinigung Toggenburg-Appenzell haben sich zahlreiche Jodelchöre, Dirigentinnen, Dirigenten sowie Sängerinnen und Sänger rund um den Säntis zusammengeschlossen. Diese Vereinigung ist eine Untergruppe des Nordostschweizerischen Jodlerverbandes. Um die Ausbildung und gesangliche Qualität zu verbessern, werden Kurse für Jodelgesang, Alphornblasen, Fahnenschwingen und Dirigieren angeboten.

Der Innerrhoder Tanzmusikverband feierte im vergangenen Jahr seinen 100. Geburtstag. Seine Hauptaufgabe ist es, Musikanten aus dem Innerrhodischen zu vereinen und dafür zu sorgen, dass die traditionellen Werte erhalten und gepflegt werden. Der Verband zählt rund 30 Musikformationen mit 106 Mitgliedern. (Stand 2016)

Die VSV Sektion Appenzell Ausser- und Innerrhoden gehört dem Verband Schweizer Volksmusik (VSV) an. Die Appenzeller Sektion organisiert das jährlich stattfindende Ländlerfest im August in Appenzell. Neben Appenzellerformationen wird ein breites Spektrum der schweizerischen Volksmusikszene präsentiert.

Im Gegensatz zu früher, wo der musikalische Nachwuchs meistens in den Familien geschult wurde, bieten heute diverse Musikschulen, private wie auch öffentliche, Ausbildungsplätze an. Die Musikschulen in Ausser- und Innerrhoden haben dazu beigetragen, dass heute zwei Konzertorchester mit eigenen Streichern gebildet werden. Es sind dies: das Kirchenorchester Appenzell und das Appenzeller Kammerorchester. Grosser Beliebtheit erfreut sich bei den Schülerinnen und Schülern das Hackbrettspiel. Dies kann in privatem Rahmen in ­Werner Alders Hackbrettschule in Herisau erlernt werden. Wie schon in früheren Zeiten sind einige Musikantinnen und Musikanten bereits in einer Appenzellermusikformation mit dabei. (Quelle: Buch «Appenzellische Volksmusik»). (ale)