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VERÄNDERUNGEN IM VERWALTUNGSRAT VERÄNDERUNGEN IM VERWALTUNGSRAT: Schwieriges Jahr gut gemeistert

Ein Strategieentscheid wirkte sich im vergangenen Jahr auf die Zahlen des «Hof Weissbad» aus. Mit baulichen Massnahmen soll sich der Betrieb zum Resort entwickeln. Eine Vision sind Baumhäuser.
Patrik Kobler
«Alles positiv»: Verwaltungsratspräsident Sepp Breitenmosser, Hoteldirektor Christian Lienhard, Chefarzt Johannes Kehl und Guido Koller, Verwaltungsrat und Präsident der Geschäftsleitung (Bild: Patrik Kobler)

«Alles positiv»: Verwaltungsratspräsident Sepp Breitenmosser, Hoteldirektor Christian Lienhard, Chefarzt Johannes Kehl und Guido Koller, Verwaltungsrat und Präsident der Geschäftsleitung (Bild: Patrik Kobler)

Patrik Kobler

patrik.kobler@appenzellerzeitung.ch

An der gestrigen Medienorientierung blickte der Verwaltungsratspräsident der Hof Weissbad AG, Sepp Breitenmoser, auf ein «herausforderndes Geschäftsjahr» zurück. Denn der Verwaltungsrat hatte 2016 kurzfristig entschieden, eine geplante Bauphase um ein Jahr zu verschieben. Deshalb mussten alle Marketingkräfte aufgeboten werden, um für Januar und Februar 2017 Gäste ins Haus zu holen. Eine vollständige Belegung des Hotels war zwar nicht mehr zu erreichen – mit 39124 wurden 818 Logiernächte weniger verzeichnet als 2016 –, das Gesamtergebnis fürs vergangene Jahr ist trotzdem gut. Obwohl der Umsatz mit 19,4 Millionen Franken knapp eine halbe Million Franken tiefer ausfällt als im Vorjahr, resultierte 2017 nämlich ein Bilanzgewinn von rund 525000 Franken. Der Verwaltungsrat schlägt deshalb der Generalversammlung vom 12. April vor, eine Dividende von 2 Prozent auszuschütten.

Tag der offenen Tür an diesem Samstag, 3. März

Anfang dieses Jahres konnte die verschobene Bauphase nachgeholt und das Hotel rundum erneuert werden (s. Ausgabe vom 23. Februar). Die ersten Rückmeldungen der Hotelgäste sind gemäss Hoteldirektor Christian Lienhard durchwegs positiv. An diesem Samstag, 3. März, ist die Bevölkerung am Tag der offenen Tür ab 13 Uhr eingeladen, sich selber ein Bild vom modernisierten «Hof Weissbad» zu machen. Ende Juli soll die «Weissbad Lodge» eröffnet werden. 6 Millionen Franken investiert das Unternehmen in diesen Neubau mit 25 Zimmern. Es schafft damit ein reines Übernachtungsangebot und will damit ein neues Zielpublikum ansprechen: Wanderer, Junge oder Seminargäste beispielsweise. Die Übernachtung kostet pro Person 90 Franken. Ausserdem wurden die Planungen für eine neue Blumenwerkstatt in Angriff genommen. Sepp Breitenmoser hofft, dass Ende Mai das Baugesuch eingereicht werden kann. Mit Reto Pfenniger wurde derselbe Architekt beigezogen, der auch das Restaurant Flickflauder im Hof Weissbad entworfen hat. «Es könnte ein eigenwilliges Projekt geben», sagte Breitenmoser gestern. Ausserdem wird die Bauphase 2 vorangetrieben, denn es soll ein Seminarpark realisiert werden. Fünf Architekturbüros wurden zum Wettbewerb eingeladen. Die Jurierung findet am Tag nach der Generalversammlung, am 13. April, statt.

Endgültig abgebrochen wurde hingegen die Planung für einen Spa-Bereich. Nach einer Analyse ist der Verwaltungsrat zum Schluss gekommen, dass das Geld sinnvoller investiert werden kann. Stattdessen rückt nun ein Badehaus in den Fokus. Der Verwaltungsrat will sich an der Strategiesitzung vertieft mit dem Vorhaben auseinandersetzen. Breitenmoser geht zum jetzigen Zeitpunkt davon aus, dass das Badehaus frühestens 2021 eröffnet werden kann.

Glandenstein-Areal soll sanft aktiviert werden

An der Medienorientierung gaben die Verantwortlichen Einblick in die Zukunftsvisionen. Im Fokus steht dabei vor allem das Glandenstein-Areal. Dieses Gelände beim Hotel soll in einer dritten Bauphase sanft aktiviert werden. Denkbar seien etwa Baumhäuser, so Sepp Breitenmoser. Spruchreif ist freilich noch nichts. Absicht ist, den «Hof Weissbad» zu einem Resort zu entwickeln. Denn gemäss Christian Lienhard hat sich das Gästebedürfnis komplett gewandelt. Es reiche nicht mehr aus, bloss ein Viersternhotel zu sein. Vielmehr müsse man ein Ort mit verschiedenen Möglichkeiten sein. Mal reise der Gast mit seinen Jasskollegen zum Wanderausflug an und übernachte in der preisgünstigen Weissbad Lodge, ein ander Mal plane er einen Wellness-Aufenthalt mit seiner Frau im Hof Weissbad, und zu einem ganz speziellen Anlass gönne er sich vielleicht eine Suite in einem Baumhaus, skizzierte der Direktor die Ausgangslage.

«Alles positiv», vermeldete gestern der Chefarzt der Klinik Hof Weissbad, Johannes Kehl. «Wir werden von Anfragen fast überhäuft», sagte er. Eine Neuerung: Die Klinik will als erste in der Schweiz TEN, Traditionelle Europäische Naturheilkunde, anbieten. Es handle sich um nichts Esoterisches, sondern um etwas mit Hand und Fuss, so Kehl.

An der Generalversammlung werden Guido Koller und Kurt Huber aus dem Verwaltungsrat ausscheiden. Koller gehört seit 2000 dem Gremium an und ist seit 2002 Präsident der Geschäftsleitung. Gemäss Verwaltungsratspräsident Sepp Breitenmoser hatte er damit eine schwierige Scharnierfunktion inne, die er ausgezeichnet ausübte. Architekt Huber wirkt seit 2007 im Verwaltungsrat mit. Als Ersatz vorgeschlagen werden der selbstständige Unternehmensberater Martin Dörig (Jahrgang 1968), Schlatt, sowie die Architektin Marion Spirig (1973). Sie ist Geschäftsleitungsmitglied eines der grössten Schweizer Architekturbüros, IttenBrechbühl. Sie leitet den Standort St. Gallen.

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