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Landeskirche beider Appenzell: Vakanz im Kirchenrat behoben

Entgegen seiner Ankündigung unterbreitet der Kirchenrat der Synode kein Reglement zur Geschäftsprüfungskommission. Dies sorgt für Kritik. Unbestritten ist die Wahl von drei neuen Mitgliedern.
Alessia Pagani
Die neue Kirchenrätin, Regula Ammann-Höhener, flankiert von Rolf Fischer (GPK) und Irina Bossart (Projektkommission). (Bild: Alessia Pagani)

Die neue Kirchenrätin, Regula Ammann-Höhener, flankiert von Rolf Fischer (GPK) und Irina Bossart (Projektkommission). (Bild: Alessia Pagani)

Ein erster Entwurf der neuen Verfassung für die evangelisch-reformierte Landeskirche beider Appenzell soll an der Sommersynode 2020 in erster Lesung behandelt werden. Dies stellte Kirchenratspräsident Koni Bruderer am Dienstag in Aussicht. Weil in Bezug auf den Reformprozess vorgängig verschiedene Bedenken geäussert wurden, hat sich der Kirchenrat weiter entschlossen, eine vorbereitende parlamentarische Kommission einzusetzen. Diese soll nicht mehr als sieben Mitglieder zählen. Bereits bekannt ist, dass die beiden Mitglieder des Büros der Synode, Marcel Steiner und Ruedi Huber, in der besonderen Kommission Einsitz nehmen werden. Beim Reformprozess zu klären, sind vor allem Fragen zu den Strukturen. Wie die heutige Kantonsverfassung schreibt die Verfassung der Landeskirche die Anzahl der Kirchgemeinden vor. Heute sind es 20. Einzelne Kirchgemeinden erreichten aber bereits eine kritische Minimalgrösse, mit der es schwierig ist, das kirchliche Leben aufrechtzuerhalten. Die bestehende Verfassung verunmöglicht Fusionen allerdings.

Aufgabenbereich soll ins Geschäftsreglement

In der neuen Verfassung soll auch der Aufgabenbereich der Geschäftsprüfungskommission (GPK) festgelegt werden. Dass der Kirchenrat entgegen seiner Ankündigung vom Herbst 2018 an der Sommersynode kein spezielles GPK-Reglement vorgelegt hat, stiess bei Lars Syring auf Unverständnis. Der Bühlerer Pfarrer forderte mittels einer Interpellation Antworten auf die Frage nach den Gründen des Verzichts und möchte mit einem Reglement erreichen, dass die Aufgaben der GPK klar festgelegt werden. Koni Bruderer verwies auf die anstehende Verfassungsreform und das gängige Vorgehen. «Es entspricht der Logik mehr, wenn wir die Aufgaben der GPK, die eine ständige Kommission ist, im Geschäftsreglement der Synode festhalten.» Dies sei beispielsweise in der Kantonalkirche St. Gallen und der Landeskirche Zürich ebenfalls der Fall. Ein Entwurf für das Geschäftsreglement wurde dem Büro gemäss Bruderer zugestellt. Der Kirchenrat hält es für möglich, dass die Vorlage im Herbst in der Synode besprochen wird.

Regula Ammann-Höhener neu im Kirchenrat

Die evangelisch-reformierte Landeskirche ist einem stetigen Wandel unterlegen. Die Mitgliederzahlen sind weiter sinkend. Im Jahr 2018 sind 264 Personen aus der Kirche ausgetreten, 24 sind beigetreten. Veränderungen hat es denn auch in der Synode und im Kirchenrat gegeben. Regula Ammann-Höhener übernimmt neu den vakanten Sitz im Kirchenrat. Die langjährige Herisauer Gemeinderätin wurde vor sechs Jahren in die Synode gewählt und war während zehn Jahren Mitglied der Kirchenvorsteherschaft Herisau. Weiter hat die Synode Irina Bossart in die Projektkommission gewählt. Die Steiner Pfarrerin ersetzt dort die zurückgetretene Yrsa Thordardottir. Den Sitz des altersbedingt zurückgetretenen Alfred Lämmler in der GPK der Pensionskasse Perkos übernimmt Rolf Fischer aus Herisau.

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