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Zu wenig qualifizierte Schreiner: Urnäscher Holzhandwerk GmbH stellt Betrieb ein

Zweieinhalb Jahre nachdem Michèle und Andreas Ammann die Schreinerei Peter Jäger in Urnäsch übernommen haben, ist Schluss. Begründet wird das Ende mit der erfolglosen Suche nach qualifizierten Mitarbeitenden.
Roger Fuchs
Urnäsch verliert eine Schreinerei. (Symbolbild: Benjamin Manser)

Urnäsch verliert eine Schreinerei. (Symbolbild: Benjamin Manser)

«Urnäscher Holzhandwerk» stand auf dem neuen Firmenschild seit Juli 2016. Damals haben der Einheimische Andreas Ammann und seine Frau Michèle die Schreinerei Peter Jäger mit den total drei Mitarbeitenden übernommen. Nun teilt das Paar in einem Communiqué mit: «Wir haben uns entscheiden, den Betrieb per Ende Oktober einzustellen.» Für den gemieteten Geschäftssitz am Bindliweg hätten sie dem Vermieter einen Käufer vermitteln können. Wie Michèle Ammann auf telefonische Anfrage hin konkretisiert, wird weiterhin ein Handwerksbetrieb darin zu finden sein, aber keine Schreinerei mehr.

Im Herbst 17 um drei Mitarbeiter geschrumpft

Begründet wird der Schritt mit der schwierigen Suche nach qualifizierten Mitarbeitenden. Solches Personal wurde nötig, nachdem Ammanns im Herbst 2017 eine Kündigung ausgesprochen hatten. Daraufhin haben zwei Mitarbeitende selbst gekündet.

Auf die Ausschreibung hin sei der Rücklauf an Schreinern mit Schweizer Ausbildung und solchen, die in der Region verankert seien, nur spärlich gewesen, sagt Michèle Ammann. Einen Grund dafür ortet sie im Geschwätz, das sich nach den Kündigungen im Dorf zugetragen habe.

«Das Ganze hat auch Gerüchte angeheizt, was nicht gesund war für uns.»

Des weiteren fügt Ammann an, dass es anderen Schreinereien aber durchaus auch schwer falle, gute Handwerker zu finden.

Ein Lichtblick zeigte sich, als im Februar dieses Jahres eine Schreinerin gefunden und zu 80 Prozent angestellt werden konnte. Die Zuversicht, weitere Leute zu finden, stellte sich hingegen nicht ein. Ammanns teilen mit:

«Und so kamen wir zum Schluss, dass wir mit den hohen Fixkosten und mit nur total 180 Stellenprozenten in der Produktion nicht zukunftsorientiert und erfolgreich weiterarbeiten können.»

Andreas Ammann arbeitet ab sofort als Projekt- und Bauleiter bei einer Generalunternehmung in St. Gallen.

Vor der Übergabe war Jäger 32 Jahre am Werk

Peter Jäger und seine Frau Annelies hatten die Schreinerei im Juli 2016 an Ammanns übergeben. Gegründet hatte Jäger seine Firma am 1. August 1984. Nach einem knappen Jahr stellte er einen Arbeiter ein. Bald waren es drei. Peter Jäger spezialisierte sich auf den Innenausbau, vor allem auf Küchen, und stellte Möbel her. Das Lehrlingswesen lag ihm am Herzen: 15 Lehrlinge hatte Peter Jäger in seiner Zeit ausgebildet.

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