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URNÄSCH: «Wir trainieren wie Profis»

Werner Altherr ist seit 17 Jahren aktiv im Skiclub Urnäsch. Nun hat er eine neue Kinderrenngruppe gegründet. Sowohl im Winter wie auch im Sommer wird trainiert.
Elias Eggenberger
Im Sommer trainieren die Kinder in der Turnhalle. (Bild: PD)

Im Sommer trainieren die Kinder in der Turnhalle. (Bild: PD)

Elias Eggenberger

elias.eggenberger @appenzellerzeitung.ch

Werner Altherr konnte schon einige Erfolge verbuchen. Skifahren fasziniert ihn seit seiner Kindheit. Im Jahr 2000 gründete Altherr eine Renngruppe im Skiclub Urnäsch. Dass auch Ski alpin trainiert wird, war damals neu. Doch Altherrs Plan ging auf. Innert kürzester Zeit kamen rund 25 Kinder zum Trainieren zusammen. Darunter auch Altherrs eigen Fleisch und Blut. «Ich habe sie nie anders behandelt. Vielleicht war ich sogar etwas strenger ihnen gegenüber», sagt der Urnäscher. So waren es beispielsweise oft seine Kinder, die nach dem Training das Material zusammenräumten. Der ehemaligen Urnäscher Renngruppe gehörten damals ambitionierte Skifahrerinnen und Skifahrer an. «Christof und Theres Altherr und Andreas Mittelholzer gehörten zu den Besten», sagt Werner Altherr. Seine Tochter Theres schaffte es ins nationale Leistungszentrum in Davos, Andreas Mittelholzer und Christof Altherr kamen ins Juniorenkader des Ostschweizer Skiverbands. Alle erzielten anfänglich gute Resultate bei den FIS-Rennen. Beim Skifahren seien die Jugendjahre entscheidend für die Karriere, so Altherr. Daran scheiterten auch seine Schützlinge. «Unter anderem wegen Verletzungen mussten die drei ihre Karrieren frühzeitig beenden», sagt er. Seine Tochter Theres griff nach einer dreijährigen Verletzungspause aber nochmals an. Sie machte das Sport-KV an der United St. Gallen und bestritt internationale FIS-Rennen bis sie irgendwann genug hatte vom Leistungssport. Sie hängte das Skifahren mit 20 Jahren an den Nagel. Mittlerweile hat sie die Freude am Sport wieder gewonnen und fährt regionale Rennen. Das mit grossem Erfolg: Theres Altherr gehört gemäss SwissSki-Punkten zu den besten zehn Skifahrerinnen. FIS-Rennen möchte sie aber keine mehr absolvieren.

Auch der Vater, Werner Altherr, wollte sich anfangs Jahr wieder aktiv für den Skisport einsetzen. Er gründete im Januar eine neue Renngruppe für Kinder. «Ich will nochmals 30 sein, mit meinem heutigen Kopf und meiner heutigen Erfahrung», sagt er. Kinder begeistern ihn. In seiner Renngruppe sind Sportler im Alter von vier bis zwölf Jahren. Nur zum Plausch soll es aber nicht sein. «Wir wollen Erfolg haben», sagt Altherr. Skifahren sei ein Einzelsport. Dass nicht alle erfolgreich sein können, ist für Altherr klar. «Es braucht das Team. Die Kids können sich gegenseitig motivieren. Die Stärkeren ziehen die Schwächeren mit.» Trainiert wird regelmässig. So haben die Urnäscher Skifreunde auch im Sommer einen fixen Trainingsplan. Ein Herausforderung dabei sei, die Kinder immer wieder aufs Neue zu begeistern. Das Training müsse abwechslungsreich und polysportiv sein. Trotzdem müssen die Kleinen auf den Skisport vorbereitet werden. Dafür setzt der ausgebildete J+S-Skilehrer unter anderem auf Balanceübungen. Der Trendsport Slackline sei sehr beliebt bei den Kindern. Um im Sommer dem Skisport so nah wie möglich zu kommen, ist auch Inlineskating ein fixer Punkt auf dem Trainingsplan. Ansonsten begeistert Altherr die Kinder mit Parcours und Stafetten in der Turnhalle. Zweimal geht er im Sommer mit seiner Kindergruppe auf einen Gletscher. Während dreier Tage wird dort trainiert, damit die Praxis nicht verlorengeht. Nicht nur deshalb, sondern auch, um die Kinder im Verein zu behalten, sei ein Sommerprogramm wichtig. «Viele Kinder sind heute in drei bis vier Vereinen. Wenn wir kein ganzjähriges Programm bieten, springen sie uns ab.» Dazu gehören auch Ausflüge. So geht Altherr mit den Kindern beispielsweise bergsteigen oder wandern. Ab November kann sich die Gruppe wieder auf Trainings im Schnee freuen. In umliegenden Skigebieten trainieren die Kinder dann wieder ihren Hauptsport: Ski alpin.

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