URNÄSCH: Tiere und Blumen – fröhliche Malereien

Im Wohn- und Pflegezentrum Au sind Bilder der im Gontenbad wohnhaften Ludgera Gubser-Zürcher ausgestellt. Am 24. März war Vernissage.

Esther Ferrari
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Ludgera Gubser, Hansruedi Keller und Andrea Manser. (Bild: Esther Ferrari)

Ludgera Gubser, Hansruedi Keller und Andrea Manser. (Bild: Esther Ferrari)

Eine Kuh, ein Papagei, ein Tiger, ein Elefant, ein Hahn. «Tierische Zeiten mit Blumen und mehr» heisst die Ausstellung. Im Wohn-und Pflegezentrum Au finden Kunstschaffende einen idealen Ort, wo sie ihre Werke zeigen können. Laut Heimleiter Hansruedi Keller müssen sie allerdings einen Bezug zu Urnäsch haben. Die 51-jährige Ludgera Gubser-Zürcher kommt aus Oberterzen. Sie lernte Bäcker-Konditorin, absolvierte eine Lehre im Pflegebereich und arbeitet im Alters- und Pflegeheim Stein. Ihre erste Stelle im Appenzellerland war im Altersheim Chräg, Urnäsch. Noch kennt sie Namen und Gesichter von einigen Bewohnern und Pflegenden. Mit ihren Malereien möchte sie die Ernsthaftigkeit im Alltag mit Farben ansprechen und die Betrachter auf eine Entdeckungsreise schicken. Das scheint ihr zu gelingen. Bereits haben mehrere Bewohner ein Lieblingsbild ausgewählt. Es gibt aber auch bäuerliche Kritik: «Die Kuh wäre schön, wenn sie nicht blau wäre!» Ludgera Gubser malt vorwiegend Acrylbilder. Malen ist ein Ausgleich zu ihrer Arbeit. Sie ist Autodidakt, hat Kurse besucht und ist Mitglied beim Verein Kunstschaffender im Sarganserland. Im Tiergarten Mels zeigte sie ihre Werke erstmals öffentlich. Es folgten Ausstellungen in St. Moritz und 2010 im Spital Appenzell. Die Lust nach Frühling erwache und lasse einen eintauchen in eine Welt von Farben, sagte anlässlich der Vernissage Andrea Manser in ihrer Laudatio. Den Abend bereicherten Alfred und Erwin am Akkordeon.

Esther Ferrari

redaktion@appenzellerzeitung.ch