Urnäsch: Schritt für Schritt bei den Grossprojekten

Nachdem der Projektwettbewerb zur Umnutzung und Sanierung der Turnhalle Feld in Urnäsch einen Investitionsbedarf von rund 2 Millionen Franken ergab, plant der Gemeinderat nun eine stark abgespeckte Variante.

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urnäsch. Mit der Inbetriebnahme der neuen Turnhalle in der Urnäscher Au wurde der Turnbetrieb im Feld eingestellt, da die Turnhalle Feld weder die geltenden Sicherheitsvorschriften noch die feuerpolizeilichen Vorgaben erfüllte. Dem Stimmvolk wurde zugesichert, dass eine Arbeitsgruppe Ideen aufnehme und die Planung für die Sanierung und Umnutzung nach Eröffnung der neuen Turnhalle Au in Angriff genommen werde, heisst es in einer Mitteilung der Gemeindekanzlei Urnäsch. Im Jahr 2007 hatte der Gemeinderat dieses Vorhaben in seine Strategieplanung aufgenommen. Die im Jahr 2009 eingesetzte Arbeitsgruppe «Umnutzung Turnhalle Feld» unter der Leitung von Gemeinderat Hansruedi Diem und mit Vertretungen aus verschiedenen Interessengruppen klärte unter Berücksichtigung der Bedürfnisse der bisherigen Nutzer die Möglichkeiten zur Nutzung der Turnhalle ab.

Nicht zwei Grossprojekte

Im erstellten Raumprogramm sei vor allem auch die Gestaltung eines grosszügigen Jugendraums von zentraler Bedeutung gewesen. Nachdem der Gemeinderat einen Projektwettbewerb für rund 34 000 Franken ausgerichtet hatte, zeigten die Ergebnisse, dass die Baukosten rund 2 Millionen Franken betragen dürften. Dies habe den Gemeinderat dazu veranlasst, vom Projekt abzusehen, wird weiter mitgeteilt. Man beurteile den Zeitpunkt für die Realisierung eines weiteren Grossprojekts – nebst dem laufenden Projekt für das Pflegezentrum – als ungeeignet.

Sanierung «light»

Da die Bausubstanz der Turnhalle Feld grundsätzlich gut sei, habe die Arbeitsgruppe nun den Auftrag erhalten, eine schlankere Sanierungsvariante mit einem Kostendach von 200 000 Franken zu prüfen. Nach wie vor habe die Realisierung eines Jugendraums Priorität. Weiter soll eine multifunktionale Nutzung möglich gemacht werden. Dem Gemeinderat sei bewusst, dass mit dieser «Light»-Sanierungsvariante nicht mehr alle Bedürfnisse befriedigt und lediglich ein Nutzungszeitraum von 10 Jahren abgedeckt werden könne. Die Jugend brauche allerdings dringend Räumlichkeiten. Ihre Bedürfnisse sollen auch mit der abgespeckten «Light»-Variante so gut wie möglich abgedeckt werden. Für die Ausarbeitung des Vorprojekts mit Kostenschätzung hat der Gemeinderat einen Projektierungskredit von 15 500 Franken bewilligt, heisst es in der Mitteilung weiter. (gk)