URNÄSCH: Jassprofis unter sich

120 Jasserinnen und Jasser haben sich in der Schulanlage Au im eidgenössischen Differenzler Jassfinal gemessen. Zum ersten Mal fand dieser im Appenzellerland statt.

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Gute Stimmung trotz Anspannung beim Jassfinal in Urnäsch. (Bild: AZ)

Gute Stimmung trotz Anspannung beim Jassfinal in Urnäsch. (Bild: AZ)

Höchste Konzentration an den Tischen: Die 120 Jasserinnen und Jasser überlegen sich genau, welche Karte sie als nächstes spielen. Kein Wunder, geht es doch um viel. Vergangenen Samstag fand in der Schulanlage Au der eidgenössische Differenzler Jassfinal statt. Aus den insgesamt 19 Sektionen der Schweiz kamen die Besten in Urnäsch zusammen, um sich untereinander in acht Runden à vier Spielen zu messen. Zum 30. Mal fand dieser Final statt –das erste Mal jedoch im Appenzellerland. Möglich machte dies Walter Höhener. Er präsidierte das siebenköpfige Organisationskomitee, welches die Profijasser willkommen hiess, und den traditionellen Gabentempel vorbereitete. Auf diesem befanden sich Geschenkkörbe, Wein, ein Flachbildschirm oder auch Küchengeräte. Gesamtwert: 42 000 Franken. Aus diesen Preisen durften sich die Jasser am Schluss etwas aussuchen. Doch zuvor wurde den ganzen Tag über gejasst. Und dass es auch friedlich zu- und herging, dafür sorgte Saalchefin Maria Ochsner. «Die Anspannung ist bei den Teilnehmenden schon gross. Nichtsdestotrotz: Wer laut wird, muss das Turnier verlassen.»

Am Abend zuvor war die Bevölkerung geladen. Diese durfte sich im Schieber und Differenzler versuchen. Normalerweise werden an diesem Vorabend des Finals 100 Personen erwartet, in Urnäsch waren es aber 152. (asz)