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URNÄSCH: Hier wird Tradition zum Leben erweckt

An der 85. Kantonaltagung denkt die Landfrauenvereinigung Ausserrhoden über das Thema Tradition nach. In erster Linie geht es den Mitgliedern um Geselligkeit und Kontaktpflege. Zum Schluss erfüllt die Präsidentin ihnen einen Wunsch.
Simon Roth
Monika Knellwolf wird von Simone Bischofberger geehrt. (Bilder: Simon Roth)

Monika Knellwolf wird von Simone Bischofberger geehrt. (Bilder: Simon Roth)

Simon Roth

simon.roth@appenzellerzeitung.ch

Es ist wie eine Reise in den Frühling: Draussen weht ein eisiger Wind, drinnen blühen die Märzensterne. Die Urnäscher Landfrauen haben ganze Arbeit geleistet, damit sich ihre Kolleginnen aus dem Appenzellerland in der Mehrzweckanlage Au wohl fühlen. Die Ausserrhoder Landfrauenvereinigung führt hier unter dem Thema «Ösi Traditione» ihre 85. Kantonaltagung durch.

301 Stimmberechtigte sind gekommen, um sich mit Gleichgesinnten auszutauschen und über die Geschicke des Vereins zu bestimmen. In seiner Grussbotschaft weist Peter Kürsteiner, Gemeindepräsident von Urnäsch, auf die Bedeutung der Landwirtschaft für sein Dorf hin: «19 Prozent der Einwohner sind in der Land- und Forstwirtschaft beschäftigt.»

«Traditionen geben Halt, bergen aber auch Risiken»

Markus Grieder, Pfarrer der evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Urnäsch, geht in seiner Ansprache an die Landfrauen näher auf das Thema Tradition ein. Es gebe ja die Diskussion, ob das Singen des Landfrauenlieds noch zeitgemäss sei. «Traditionen geben den Menschen zwar Halt, bergen aber auch Risiken», sagt Grieder. So etwa, wenn man Traditionen zu eng sehe, sie zu radikal auslege. «Es ist wichtig, das Brauchtum seiner selbst willen zu pflegen und es nicht zu kommerzialisieren.» Grieder kommt zum Schluss, dass man bewusst die Balance zwischen der Traditionspflege und der Weltgewandtheit halten soll.

Und dann wird das Landfrauenlied doch gesungen. Es bildet gleichzeitig die Eröffnung zum geschäftlichen Teil der Versammlung. Das Protokoll der vergangenen Tagung wird genauso genehmigt wie der Jahresbericht der Präsidentin Simone Bischofberger. Die Erinnerung an den Empfang von Monika Knellwolf, Gewinnerin der SRF-Kochsendung «Landfrauenküche», nimmt sie zum Anlass, die Waldstätterin für ihren Einsatz zu ehren.

In der Folge informiert Kassierin Margrit Holderegger über die Finanzen. Sie vermeldet einen Gewinn von gut 1000 Franken. Damit äufnet sich das Vermögen auf über 17000 Franken. Bis auf die Sponsorenkasse, profitieren auch die anderen Kassen von Gewinnen. Die Revisorinnen stellen Holderegger für ihre Arbeit denn auch ein gutes Zeugnis aus. Die Jahresrechnung wie auch der Revisorenbericht werden vom Plenum genehmigt.

Verdienste langjähriger Mitglieder geehrt

Die Statuten geben vor, dass der Vorstand alle drei Jahre gewählt wird. Der Vorstand stellt sich der Wiederwahl und wird einstimmig bestätigt. Einige Frauen werden für ihren Einsatz geehrt. Darunter befinden sich langjährige Sektionspräsidentinnen oder Frauen, die den Fachausweis Bäuerin erworben haben.

Beim Traktandum Mitteilungen nutzt Ursula Egli vom Schweizerischen Bäuerinnen- und Landfrauenverband die Gelegenheit, über dessen Tätigkeiten zu informieren. Eines der vielen Projekte befasst sich mit einem Kurs, der Frauen die Vertrauensbildung in die eigenen Fähigkeiten ermöglichen soll. Ein weiteres Anliegen ist die gesetzliche Regelung von Abgaben in die Sozialversicherung bei der Mitarbeit auf dem Hof. Zum Abschluss erfüllt Simone Bischofberger den Landfrauen einen Wunsch: Sie erzählt aus ihrem Leben, über ihre Familie und ihren Werdegang.

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