URNÄSCH: Geschichte zum Jubiläum

Am Samstag wird ein besonderer kultureller Leckerbissen geboten: Für das Jubiläum 600 Jahre Urnäsch hat Ulrich Knellwolf eine Geschichte geschrieben.

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Noldi Alder wird Knellwolfs Geschichte vor Ort mit Improvisationen, aber auch Stücken von der Klassik bis Volksmusik begleiten.

Noldi Alder wird Knellwolfs Geschichte vor Ort mit Improvisationen, aber auch Stücken von der Klassik bis Volksmusik begleiten.

Der Schriftsteller und Theologe Ulrich Knellwolf hat speziell für den Jubiläumsanlass in Urnäsch eine Geschichte geschrieben. Diese umspannt 600 Jahre. Mit dem Kniff einer Familienstory gelingt es dem Autor, die Urnäscher und auch Schweizer Geschichte lebendig werden zu lassen. Die Eckdaten sind historisch, manches dazwischen – vor allem Persönliches – ist frei erfunden.

Es geht um die ausgestorbene Urnäscher Familie Thörig von der Hinterberg Rhod. Nicht einmal Hans Hürlemann weiss, wo diese in Urnäsch genau zu finden war. In der Zeit der Reformation gehörten die Thörigs zu den einflussreichsten Familien von Urnäsch und des ganzen Hinterlandes. Mehrere dieses Namens wurden Gemeindehauptmann, zwei sogar Landammann. Sebastian Thörig der Jüngere war der letzte Landammann des ungeteilten Landes Appenzell und der erste von Appenzell Ausserrhoden. Und immer hiessen diese Thörig Sebastian oder Baschon, wie man damals sagte und schrieb. Ulrich Knellwolf gibt in seiner Geschichte einem Baschon Thörig die entscheidende Rolle beim Beschluss der Urnäscher, auf eigene Faust eine Kirche zu bauen, lässt einen Baschon Thörig mit dem Bruder Klaus zusammentreffen und spinnt einen amourösen Faden zwischen dem Landammann Thörig und der Priorin des Frauenklosters Wonnenstein im Zusammenhang mit der Landteilung von 1597.

Der Musiker Noldi Alder wird die Lesung live vertonen. Er wird sie mit seiner Musik in verschiedene Teile gliedern. Dadurch können die Zuhörer den Inhalt des Gehörten nachwirken lassen. Ausserdem wird der grosse zeitliche Rahmen besser wahrnehmbar. Nebst Improvisationen wird Noldi Alder auch Stücke aus der Renaissance, aus der Barockzeit, der Klassik, Romantik und natürlich auch Volksmusik spielen. Das Schötzenchörli Stein singt das Bruder-Klaus-Gebet in der Vertonung von Noldi Alder. Anschliessend sind alle Zuhörer und Zuhörerinnen zu einem Apéro im Rekadorf eingeladen. (pd)

Hinweis

1. April, 19 Uhr, evangelische Kirche Urnäsch