URNÄSCH: Familie nach Crash mit Bahn im Spital

Beim ungesicherten Bahnübergang Saien kam es gestern zu einer Kollision zwischen der Appenzellerbahn und einem Auto. Dabei wurden drei Personen mittelschwer verletzt.

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Die Bahnstrecke war fast vier Stunden unterbrochen. (Bild: ALE)

Die Bahnstrecke war fast vier Stunden unterbrochen. (Bild: ALE)

Die Beifahrerseite des silberfarbenen Autos ist fast auf der ganzen Länge zerquetscht, das Vorderrad rechts ist abgeknickt. Der Wagen steht schräg auf einem Holzstapel neben dem Bahngleis und etwa einen Meter weiter eine stehende Komposition der Appenzellerbahnen.

Gestern morgen um 7.45 Uhr kam es beim Bahnübergang Saien in Urnäsch zu einem Unfall. Ein 38-jähriger Autofahrer wollte über eine Zubringerstrasse den Bahnübergang queren. Er übersah dabei den heranfahrenden Zug, der von Waldstatt kommend Richtung Zürchersmühle fuhr. Auf dem Bahnübergang, welcher mit Blinklichtanlage und akustischem Signal ausgestattet ist, kam es zum Zusammenstoss. Der Zug riss das Auto mit sich und kam etwa 20 Meter nach dem Bahnübergang zum Stillstand. «Die drei Autoinsassen erlitten unbestimmte Verletzungen. Die beiden Kinder, ein zwei- und ein vierjähriger Knabe, wurden mit der Rettungsflugwacht und der Vater mit der Ambulanz ins Spital überführt», sagte Anton Sonderegger, Mediensprecher der Ausserrhoder Kantonspolizei.

Zur Bergung des eingeklemmten Lenkers und für die Umleitung wurden die Feuerwehren von Urnäsch, Waldstatt und Herisau aufgeboten. Die Strasse Urnäsch–Waldstatt musste für rund zwei Stunden gesperrt werden. Die Bahnlinie war bis um 11.30 Uhr unterbrochen, es verkehrten Busse als Bahnersatz.

«Die beschädigte Zugkomposition ist noch fahrtüchtig, aber nicht mehr passagiertauglich. Sie wird anschliessend ins Bahndepot Herisau gefahren. Dort wird die Zugkomposition einer gründlichen Überprüfung unterzogen und wieder instand gesetzt», sagte Thomas Halter. Er ist Leiter Betrieb bei den Appenzeller Bahnen. Der Bahnübergang Saien bleibe vorerst ungesichert, so Halter.

Andy Lehmann

andreas.lehmann

@appenzellerzeitung.ch